Denkmal Hannoverscher Bahnhof
Highlights
- Seit 2017 erinnert der Gedenkort denk. mit Namenstafeln an Bahnsteig 2 an die Opfer der NS-Deportationen ab Juli 1942.
- Ein Info-Pavillon zeigt historische Gleisanlagen und eine Ausstellung zur Erinnerung an die Opfer und den Ort.
Tipps
- Der Gedenkort bietet einen rollstuhlgerechten Zugang, der einen barrierefreien Besuch ermöglicht und die Erkundung des historischen Ortes für alle Besucher möglich macht.
- An historischen Gleisanlagen werden auf 20 Namenstafeln die Deportierten aus Hamburg und Norddeutschland im Nationalsozialismus namentlich erinnert.
- Im Info-Pavillon wird eine Überblicksausstellung zu den Deportationen und der Erinnerungskultur am ehemaligen Hannoverschen Bahnhof präsentiert.
Eigenschaften
Denkmal Hannoverscher Bahnhof Hamburg – Kultur-Ausflug
Der Denkmal Hannoverscher Bahnhof in Hamburg ist ein bedeutender Gedenkort, der an die nationalsozialistischen Deportationen aus der Region erinnert. Der Ort, der bis 1906 als zentraler Personenbahnhof diente, fungierte während des Nationalsozialismus als Ausgangspunkt für die Zwangsabtransporte von Jüdinnen und Juden sowie Sinti*ze und Rom*nja aus Hamburg und Norddeutschland. Heute liegt der Gedenkpark im neu angelegten Lohsepark und ist Teil der Erinnerungskultur in der HafenCity.
Am historischen Bahnsteig 2 des ehemaligen Bahnhofs werden auf 20 Namenstafeln die Opfer der Deportationen namentlich geehrt. Eine Dauerausstellung im angrenzenden Info-Pavillon ordnet diese Ereignisse in den historischen Kontext ein und zeigt die Entwicklung der Erinnerungskultur auf. Der Ort verbindet so die lokale Geschichte mit überregionaler Bedeutung, insbesondere im Zusammenhang mit der HafenCity und dem ehemaligen Speicherstadtgebiet.
Neben der Dauerausstellung präsentiert der Gedenkort auch temporäre Ausstellungen, die aktuelle Forschungsergebnisse und künstlerische Projekte einbeziehen. Dazu gehört etwa die Werkstattausstellung *„Ganz Hamburg ist voll von diesen Abtransporten“*, die sich mit den Deportationen von 1942 befasst. Zudem wurde im Rahmen des Fotoprojekts *„Nicht nur ein Denkmal“* eine ehemalige NS-Verfolgte und ihre Nachkommen porträtiert, um persönliche Schicksale sichtbar zu machen.
Der Gedenkort ist barrierefrei zugänglich und bietet mit einem rollstuhlgerechten Eingang sowie einer behindertengerechten Toilette auf der Westseite des Parks eine inklusive Nutzung. Der Lohsepark selbst lädt mit seinen historischen Gleisanlagen und den informativen Tafeln zum Verweilen und Nachdenken ein. Der Ort ist damit nicht nur ein Mahnmal, sondern auch ein Ort der Begegnung mit Geschichte – für Besucher*innen aller Altersgruppen und Hintergründe.
Durch seine Verbindung von Dokumentation, Kunst und öffentlichem Raum trägt der Gedenkort dazu bei, das Bewusstsein für die Verbrechen des Nationalsozialismus zu stärken und die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten. Besonders die Kombination aus Dauer- und Wechselausstellungen macht den Ort zu einem lebendigen Ort der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.