Galerie Schimming
Highlights
- Galerie Schimming zeigt seit Dezember 2025 zeitgenössische Kunst in historischem Weingut-Rahmen mit renommierten Künstler:innen wie Rike Bewer oder Oskar Rink.
- Retrospektive würdigt Lois Renner mit unveröffentlichten Werken und Exponaten aus allen Schaffensphasen – erstmals seit seinem Tod 2021.
- Groupshows wie *TRAUM(A)LAND* oder *Ohne Ventil* präsentieren internationale Positionen von TILO BAUMGÄRTEL bis JENNY AYALA in Eimsbüttel.
Tipps
- Die aktuelle Ausstellung *Lois Renner – Zwischen Räume* bietet Einblicke in experimentelle Raumkonzepte und bisher unveröffentlichte Werke des Künstlers.
- In der Gruppenausstellung *Ohne Ventil* werden zeitgenössische Positionen ohne thematische Vorgabe präsentiert, die unterschiedliche künstlerische Ansätze vereinen.
- Die barrierefreie Gestaltung des Gebäudes ermöglicht einen ungehinderten Zugang zu allen Ausstellungsbereichen und Räumen.
Eigenschaften
Kunst erleben in Eimsbüttel: Galerie Schimming
Die Galerie Schimming in Eimsbüttel zählt zu den bedeutendsten Adressen für zeitgenössische Kunst in Hamburg und präsentiert in ihren historischen Räumen ein vielseitiges Programm renommierter Künstler:innen. Seit ihrer Eröffnung im Dezember 2025 hat sich die Galerie als wichtiger Ort für experimentelle Ausstellungen etabliert, die zwischen traditionellem Ambiente und innovativer Kunstsprache oszillieren. Besonders prägend ist der Bezug zu außergewöhnlichen Orten: So fanden frühere Schauen im Rahmen des Weinguts statt, das mit seinen historischen Mauern eine einzigartige Kulisse für Werke wie die Gemeinschaftsausstellung CHOICE bot – eine Hommage an zeitgenössische Künstler:innen in einem Kontrastreich zwischen Vergangenheit und Moderne.
Das Ausstellungsprogramm der Galerie Schimming ist geprägt von einer bewussten Vielfalt: Von Solo-Präsentationen etablierter Namen wie Lois Renner, dessen Werk in der Retrospektive Die Erforschung des Raumes gewürdigt wurde, bis hin zu jungen Talenten wie Rike Bewer, deren provokative Malerei in ich hau dir auf die Nase gesellschaftliche Diskurse aufgreift. Besonders die Zusammenarbeit mit international renommierten Künstler:innen wie Oskar Rink – bekannt für seine geometrischen Formen und fotografischen Serien wie INBOX – unterstreicht den Anspruch auf hochkarätige, kuratierte Inhalte. Auch die Groupshows wie TRAUM(A)LAND oder Ohne Ventil zeigen die Dynamik des Hauses, das mit Werken von Tilo Baumgärtel, Steen Ipsen oder Jenny Avala aktuelle Strömungen der Kunstszene bündelt.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit Materialität und Medien: Die Ausstellung Texte im Kopf erkundet das Spannungsverhältnis zwischen Bild und Schrift, während Julian Hoffmann in seiner Soloshow It’s a Long Way to the Top Alltagsgegenstände zu poetischen Objekten transformiert. Auch die Hommage an Hans Kupelwieser in INFLATED – mit Skulpturen, die weltweit auf dem Kunstmarkt einzigartig sind – verweist auf die internationale Ausstrahlung des Programms. Die Galerie verbindet dabei konsequent Theorie und Praxis: So entstand etwa die Werkreihe AMANI als direkte Reaktion auf ein Projekt der Deichtorhallen, das die Verbindung von Kunst und Fotografie weiterdenkt.
Mit einem Blick auf das eigene Jubiläum zeigt die Galerie Schimming auch ihre Kontinuität: Die Groupshow zu 20 Jahren Galerie Schimming auf Sylt – mit Werken von Christian Voigt bis Julian Hoffmann – unterstreicht den Anspruch, Kunst nicht nur in der Stadt, sondern auch in abgelegenen Räumen erlebbar zu machen. Ob als Ort der Reflexion über Konsumkritik, als Plattform für fotografische Experimentierfelder oder als Forum für Retrospektiven wie die von Lois Renner – die Galerie bleibt ein Ort, an dem Kunst ihre gesellschaftliche Funktion neu verhandelt. Für alle, die sich für die Spannungen zwischen Tradition und Avantgarde interessieren, ist die Galerie Schimming ein unverzichtbarer Ausflugsziel in Eimsbüttel.