Denkmal/Gedenkstätte

Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Kritenbarg 8, 22391 Wandsbek

Highlights

  • Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel erinnert an das KZ-Außenlager Sasel und die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus.
  • Über 2800 Frauen leisteten Zwangsarbeit in acht Außenlagern des KZ Neuengamme in Hamburg und Wedel.
  • Die Ausstellung zeigt Biografien von Opfern sowie Schüler*innenprojekte zur Erinnerung an die NS-Verbrechen.

Tipps

  • Besucher erfahren anhand von Biografien und Exponaten vor Ort mehr über das ehemalige KZ-Frauenaußenlager Sasel und die Zwangsarbeit in Poppenbüttel.
  • Die Gedenkstätte informiert über die Geschichte der jüdischen Bewohner und die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus mit Fokus auf die Region Hamburg.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel in Wandsbek erinnert eindrucksvoll an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen, insbesondere an die Zwangsarbeiterinnen, die im KZ-Außenlager Sasel und weiteren Frauenlagern des KZ Neuengamme in Hamburg und Umgebung inhaftiert waren. Die Ausstellung beleuchtet nicht nur die historischen Ereignisse, sondern auch die individuellen Schicksale der Frauen, die unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf dem Außenlager Sasel, in dem überwiegend jüdische Frauen aus dem Ghetto Litzmannstadt sowie politisch Verfolgte und Sintizze zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden.

Das Plattenhaus in Poppenbüttel selbst wurde während des Zweiten Weltkriegs durch Zwangsarbeiterinnen errichtet, darunter auch KZ-Häftlinge. Diese Tatsache verleiht dem Ort eine besondere Symbolik: Das Gebäude steht exemplarisch für die Ausbeutung und das Leid vieler Frauen, die unter den Bedingungen des Nationalsozialismus hungerten, zwangenarbeiten mussten und teilweise ermordet wurden. Die Gedenkstätte dokumentiert diese Geschichte und ermöglicht es Besucherinnen und Besuchern, die Lebenswege einzelner Inhaftierter nachzuvollziehen. Biografien wie die von Wanda Edelmann oder den Schwestern Livia und Hédi Szmuk veranschaulichen die Vielfalt und Tragödie der individuellen Verfolgungsgeschichten.

Die Gedenkstätte ist Teil der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen und verfolgt das Ziel, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten. Neben der historischen Aufarbeitung dient sie auch als Bildungs- und Lernort für Schulklassen, Gruppen und Einzelpersonen. Regelmäßig finden hier Veranstaltungen, Vorträge und Ausstellungen statt, die sich mit der Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung beschäftigen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Gedenkstätte etwa durch eine Sonderausstellung junger Künstler, die sich mit dem Thema Erinnerungskultur auseinandersetzten.

Die Gedenkstätte bietet zudem multimediale Zugänge zur Geschichte, darunter eine englischsprachige Online-Ausstellung, die die Lebenswege der inhaftierten Frauen weltweit zugänglich macht. Mit über 2800 inhaftierten Frauen in insgesamt acht Außenlagern in Hamburg und Wedel ist die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel ein zentraler Ort, um die oft übersehenen Schicksale von Frauen unter dem NS-Regime sichtbar zu machen. Sie trägt damit maßgeblich dazu bei, die Erinnerung an die Opfer lebendig zu erhalten und für kommende Generationen erfahrbar zu machen.

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