Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg
Highlights
- Die Sammlung zeigt antike Meisterwerke wie den Kasseler Apoll und römische Kaiserporträts als Gipsabgüsse klassischer Skulpturen.
- Gegründet im 19. Jahrhundert durch private Sponsoren, gehört die Sammlung seit den 1980ern zum Archäologischen Institut der Universität Hamburg.
- Die einzigartige Gipsabguss-Sammlung präsentiert griechische Bauplastik und hellenistische Kunst in Eimsbüttel.
Tipps
- Die Gipsabguss-Sammlung zeigt vorrangig Werke der klassischen und hellenistischen Skulptur mit Fokus auf antike Plastik wie den Kasseler Apoll oder die Athena Lemnia.
- Ein barrierefreier Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität den Besuch der Sammlung in den historischen Räumen der ehemaligen Backstube.
- Die Sammlung bietet Einblicke in griechische Bauplastik sowie römische Kaiserporträts, die als Abgüsse originaler antiker Werke erhalten sind.
Eigenschaften
Gipsabgüsse Hamburg-Eimsbüttel: Kunst & Wissenschaft
Die Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg in Eimsbüttel ist ein einzigartiges Zeugnis antiker Kunst und ein bedeutendes kulturelles Schatzkästchen. Als Teil des Archäologischen Instituts der Universität beherbergt sie eine der bedeutendsten Sammlungen griechischer und römischer Skulpturen Norddeutschlands. Besonders hervorzuheben sind Meisterwerke wie der „Kasseler Apoll“ und die „Athena Lemnia“, die durch präzise Gipsabgüsse originalgetreu bewahrt wurden. Ergänzt werden diese durch Beispiele griechischer Bauplastik und römische Kaiserporträts – ein faszinierender Einblick in die Kunst der Antike.
Die Sammlung hat eine bewegte Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Damals entstand in Hamburg die Idee, einer breiten Öffentlichkeit antike Kunst zugänglich zu machen. Während die Kunsthalle Hamburg zunächst Gemälde sammelte, wurde der Fokus bald auf Gipsabgüsse antiker Skulpturen verlegt. Diese Abgüsse dienten nicht nur der wissenschaftlichen Forschung, sondern auch der Vermittlung antiker Kunstformen an ein breites Publikum. Erst in den 1980er Jahren wurden die historischen Stücke aus den Depots geholt und in den Besitz des Archäologischen Instituts überführt.
Seit 1992 befindet sich die Sammlung in einem historischen Gebäude an der Grindelallee, das einst als Backstube diente. Die Räumlichkeiten bieten eine intime Atmosphäre, in der die Besucher:innen die Werke in Ruhe betrachten können. Die Sammlung ist dabei nicht nur ein archäologisches Archiv, sondern auch ein Ort der Forschung und Lehre. Das Archäologische Institut der Universität Hamburg kooperiert eng mit regionalen und überregionalen Partnern, darunter das Museum für Kunst und Gewerbe sowie das Helms-Museum. Diese Vernetzung ermöglicht es, die antiken Werke in einen größeren kulturellen Kontext zu stellen und ihre Bedeutung für die Kunstgeschichte zu erforschen.
Ein besonderes Highlight der Sammlung sind die hochwertigen Abgüsse, die durch moderne Techniken und jahrhundertelange Traditionen entstanden sind. Sie ermöglichen es, auch beschädigte oder verlorene Originale in ihrer ursprünglichen Form zu studieren. Die Gipsabgusssammlung ist damit nicht nur ein Museum, sondern auch ein lebendiges Archiv der Antike – ein Ort, an dem Geschichte greifbar wird. Für Kunstinteressierte, Studierende und alle, die sich für die antike Welt begeistern, bietet sie eine einzigartige Möglichkeit, die Meisterwerke der griechischen und römischen Plastik hautnah zu erleben.
Die Sammlung ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes Hamburgs und ein Beispiel dafür, wie Wissenschaft und Öffentlichkeit zusammenwirken können. Sie lädt dazu ein, die Schönheit antiker Kunst zu entdecken und gleichzeitig die Methoden ihrer Erforschung zu verstehen. Ob als Ausflugsziel für Kulturbegeisterte oder als Lernort für Studierende – die Gipsabgusssammlung bleibt ein unverzichtbarer Teil des kulturellen Lebens in Eimsbüttel.