Burg/Schloss

Hamburger Kammerspiele

Hartungstraße 9-11, 20146 Eimsbüttel

Highlights

  • Die Hamburger Kammerspiele sind ein traditionsreiches Privattheater in Hamburg-Eimsbüttel, gegründet 1918 von Erich Ziegel.
  • Das Theater zeigt moderne und klassische Dramatik, u. a. Uraufführungen und Gastspiele internationaler Ensembles.
  • Seit 2026 unterstützt es den Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge und fördert Inklusion durch barrierefreie Aufführungen.

Tipps

  • Das Theater in Eimsbüttel ist gut erreichbar und bietet ein vielseitiges Programm mit klassischen und zeitgenössischen Stücken.
  • Karten können telefonisch oder online gekauft werden, die Tageskasse ist montags bis samstags geöffnet.
  • Das Gebäude verfügt über einen stylischen Servicebereich und gemütliche Sitzplätze, ideal für einen entspannten Theaterabend.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Kulturell Ganzjährig

Über Hamburger Kammerspiele

Die Hamburger Kammerspiele im Stadtteil Eimsbüttel zählen zu den traditionsreichsten und renommiertesten Theatern Hamburgs. Seit ihrer Gründung im Jahr 1918 haben sie eine zentrale Rolle im kulturellen Leben der Stadt eingenommen. Das Theatergebäude an der Hartungstraße wurde ursprünglich 1863 erbaut und beherbergte zunächst die jüdische B’nai-B’rith-Loge, bevor es nach dem Ersten Weltkrieg zum kulturellen Zentrum wurde. In den 1920er Jahren etablierte sich die Spielstätte als Vorreiter des modernen, expressionistischen Theaters mit Aufführungen bedeutender Autoren wie Bertolt Brecht, Arthur Schnitzler und Frank Wedekind.

Ein dunkler Abschnitt in der Geschichte des Theaters ereignete sich während der NS-Zeit, als das Jüdische Kulturbünd hier 1942 zu einer Sammelstelle für die Deportation von jüdischen Menschen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Theater 1945 unter der Intendanz von Ida Ehre, einer Überlebenden des KZ Fuhlsbüttel, neu eröffnet. Sie verstand das Haus als Ort des Neuanfangs und der humanistischen Theaterkultur. Zu den bedeutendsten Momenten zählt die Uraufführung von Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“ im Jahr 1947. In den folgenden Jahrzehnten prägten namhafte Persönlichkeiten wie Ulrich Tukur, Axel Schneider und heute Sewan Latchinian die künstlerische Entwicklung des Theaters.

Heute stehen die Hamburger Kammerspiele für modernes, kritisches Sprechtheater mit hohem künstlerischen Anspruch. Neben zeitgenössischen Stücken und Erstaufführungen werden auch klassische Werke neu interpretiert. Das Theater engagiert sich nicht nur für kulturelle Exzellenz, sondern auch für gesellschaftliche Verantwortung – beispielweise durch die Unterstützung des Wiederaufbaus der Bornplatzsynagoge. Mit einem erfahrenen Ensemble, innovativen Inszenierungen und einer klaren inhaltlichen Ausrichtung zählt das Theater zu den führenden Spielstätten im deutschsprachigen Raum.

Besucher schätzen nicht nur die hochwertigen Aufführungen, sondern auch die angenehme Atmosphäre im Haus. Die Rezensionen loben das talentierte Ensemble, die einfühlsame Regiearbeit sowie die stilvolle Gestaltung der Bühnen- und Saalräume. Die Kammerspiele bieten regelmäßig Lesungen, Gastspiele und ein breit gefächertes Programm für unterschiedlichste Theaterinteressen. Das Theater versteht sich als lebendiger Ort des Austauschs, der Reflexion und der kulturellen Begegnung mitten im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel.

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