Denkmal/Gedenkstätte

Schillerdenkmal

Dammtordamm 4, 20354 Hamburg

Highlights

  • Das Schillerdenkmal in Hamburg wurde 1866 vor der Kunsthalle enthüllt und 1958 in den Gustav-Mahler-Park versetzt.
  • Die Bronzeskulptur zeigt Schiller mit Buch und Reisemantel, umgeben von vier Musen, die seine künstlerischen Facetten symbolisieren.
  • Nach Lippelts Tod wurde das Denkmal von Carl Börner vollendet und 2007/08 umfassend restauriert.

Tipps

  • Das Denkmal befindet sich im Gustav-Mahler-Park am Dammtordamm und ist gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
  • Die umliegenden Grünflächen im Park eignen sich für eine ruhige Pause nach dem Besuch.
  • In der Nähe befinden sich weitere Kulturdenkmäler sowie das Hamburger Hauptbahnhof, ideal für weitere Erkundungen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Schillerdenkmal

Das Schillerdenkmal in Hamburg zählt zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Stadt. Die lebensgroße Bronzeskulptur des Dichters Friedrich Schiller steht auf einem Granitsockel und zeigt ihn im Reisemantel. Die rechte Hand ist leicht vorgestreckt, während er in der linken ein Buch hält. Umgeben wird die zentrale Figur von vier allegorischen weiblichen Gestalten, die auf die verschiedenen Bereiche von Schillers künstlerischem Schaffen hinweisen: Euterpe mit einer Lyra als Muse der Lyrik und Musik, Kalliope mit einem Buch als Muse der epischen Dichtung und Philosophie, Klio als Muse der Heldendichtung und Geschichte sowie Melpomene, die Muse der Tragödie. Das gesamte Ensemble ist von einem Metallgitter umgeben und bildet einen würdevollen Ort der Erinnerung an den bedeutenden deutschen Dichter.

Die Idee für das Denkmal entstand im Rahmen der Schillerfeiern zum hundertsten Geburtstag des Dichters. Obwohl Schiller nie persönlich in Hamburg weilte, wurde hier 1787 sein Drama „Don Karlos“ uraufgeführt, was den kulturellen Bezug zur Stadt begründete. Nach einer Ausschreibung erhielt der Hamburger Bildhauer Julius Lippelt den Auftrag zur Gestaltung des Denkmals. Aufgrund seines frühzeitigen Todes wurde das Werk von dem schlesischen Künstler Carl Börner vollendet und in der Hamburger Gießerei von Georg Schultz gegossen. Die Enthüllung fand ursprünglich vor der Kunsthalle am Ferdinandstor statt, ehe das Denkmal im Jahr 1958 an seinen heutigen Standort im Gustav-Mahler-Park am Dammtordamm verlegt wurde.

Das Denkmal wurde bereits 1923 in die Hamburger Denkmalliste aufgenommen und ist unter der Objekt-ID registriert. Im Jahr 2007 erfolgte eine umfassende Restaurierung, da sowohl das Sandsteinfundament als auch das Innengerüst erneuert werden mussten. Auch die Bronzefiguren waren durch Umwelteinflüsse und Luftverschmutzung stark belastet. Die Kosten für die aufwendige Instandsetzung in Höhe von rund 120.000 Euro wurden durch Spenden von Bürgern und Stiftungen getragen. Heute erinnert das Denkmal nicht nur an Schillers literarisches Werk, sondern steht auch für die Tradition der deutschen Kultur und Geistesgeschichte in Hamburg.

Besucher loben die gelungene Inszenierung des Dichters und sehen im Denkmal eine stimmige Hommage an eine der prägendsten Figuren der deutschen Literatur. Die zentrale Lage im Gustav-Mahler-Park macht es zu einem leicht erreichbaren kulturellen Anlaufpunkt in der Nähe des Dammtors. Das Schillerdenkmal verkörpert damit nicht nur eine literarische Gedenkstätte, sondern auch ein Symbol für die Auseinandersetzung mit Kultur und Geschichte in Hamburg.

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