Stiftung Historische Museen Hamburg
Highlights
- Die Stiftung betreibt fünf Museen, darunter das Museum für Hamburgische Geschichte mit 400 Jahren Reeperbahn-Geschichte und das Altonaer Museum mit 17 originalen Bauernstuben.
- Das Deutsche Hafenmuseum zeigt die PEKING als historisches Schiff mit geführten Rundgängen, während das Museum der Arbeit 2026 die Ausstellung ‚Respekt‘ zur Vielfalt präsentiert.
- Highlight-Objekte wie der 600 Jahre alte Störtebeker-Schädel oder der 1558 geschnitzte Börsenlöwe dokumentieren Hamburgs kulturelle und wirtschaftliche Geschichte.
Tipps
- Im Altonaer Museum werden in den Bauernstuben originale Wohnräume des 18. und 19. Jahrhunderts präsentiert, die Einblicke in das ländliche Leben im Hamburger Umland ermöglichen.
Eigenschaften
Historische Museen Hamburg – Kultur-Ausflug
Die Stiftung Historische Museen Hamburg ist ein zentraler kultureller Ankerpunkt für die Erforschung und Vermittlung der einzigartigen Geschichte der Hansestadt. Mit einer umfassenden Sammlung von Objekten, Gebäuden und Ausstellungen spannt sie einen Bogen von der mittelalterlichen Stadtentwicklung bis in die moderne Zeit. Besonders hervorzuheben ist die Vielfalt der Sammlungen, die sich mit Handwerk, Handel, Sozialgeschichte und urbanen Lebenswelten auseinandersetzen – stets mit Fokus auf Hamburg und sein Umfeld.
Ein besonderes Juwel ist das Museum für Hamburgische Geschichte, das mit seiner Dauerausstellung und wechselnden Sonderprojekten wie der Ausstellung zur Reeperbahn seit Jahrhunderten die Verbindung von Wirtschaft, Kultur und Alltagsleben zeigt. Hier wird deutlich, wie eng Handwerk, wie etwa die Arbeit der Reepschläger, mit der Stadtentwicklung verwoben war. Ergänzt wird das Angebot durch zeitgenössische Themen wie die „Eine Stadt wird bunt“-Ausstellung, die die Hamburger Hip-Hop-Szene der 1990er Jahre einfangen.
Das Altonaer Museum innerhalb der Stiftung bietet einen tiefen Einblick in die ländlich-bäuerliche Kultur Norddeutschlands, darunter 17 original erhaltene Bauernstuben, die das Leben im 19. und frühen 20. Jahrhundert authentisch widerspiegeln. Daneben zeigt es mit dem Jenisch Haus den ehemaligen Landsitz eines Hamburger Senators und wirft einen Blick auf die Geschichte der Jenischen, einer marginalisierten Gruppe in der Region. Auch das Deutsche Hafenmuseum mit seiner PEKING als historischem Frachtschiff veranschaulicht die maritime Prägung Hamburgs.
Besondere Highlights der Sammlung umfassen den „Störtebeker-Schädel“, der 1878 auf dem Grasbrook entdeckt wurde und auf den mittelalterlichen Hinrichtungsplatz der Stadt verweist, sowie das Ulberht-Schwert, ein Fragment aus dem 10. Jahrhundert. Auch Alltagsgegenstände wie der Barhocker aus dem Star-Club oder das Wirtshausschild „Schulter-Blatt“ aus Altona dokumentieren die lebendige Kultur und Handwerkstraditionen. Die Stiftung verbindet damit historische Fakten mit lebendigen Erzählungen, die Hamburgs Identität prägen.
Aktuell durchläuft das Museum für Hamburgische Geschichte eine umfassende Sanierung und Neukonzeption, die neue Ausstellungsräume, Vermittlungsflächen und gastronomische Angebote schaffen soll. Damit bleibt die Stiftung nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein dynamischer Raum für kulturellen Austausch – ein zentraler Bestandteil des Hamburger Museumslandschafts, der Einheimische und Gäste gleichermaßen begeistert.