Georgenkirche
Highlights
- Die Georgenkirche ist die Stadt- und Hauptkirche von Eisenach und wurde 1196 erstmals urkundlich erwähnt.
- Martin Luther predigte hier während der Reformation, wodurch sie zu einer der ältesten protestantischen Kirchen wurde.
- Johann Sebastian Bach wurde in der Georgenkirche getauft.
Tipps
- Öffnungszeiten variieren, vorher informieren
- Kirche ist zentral auf dem Markt gelegen
- Bachhalle oft einziger zugänglicher Bereich
Eigenschaften
Kultur und Sakralbau in Eisenach: Georgenkirche entdecken
Die Georgenkirche in Eisenach ist nicht nur die Stadt- und Hauptkirche, sondern auch ein bedeutendes Zeugnis der Reformationsgeschichte und ein Ort von großer kultureller wie religiöser Bedeutung. Zentral am südlichen Rand des Marktplatzes gelegen, erhebt sich das Gotteshaus seit dem 12. Jahrhundert und verkörpert über acht Jahrhunderte christlicher Tradition. Als Taufkirche Johann Sebastian Bachs genießt sie überregionale Bekanntheit, während sie gleichzeitig eng mit dem Wirken Martin Luthers verbunden ist, der hier mehrfach predigte – darunter am 2. Mai 1521 nur kurze Zeit vor seiner „Entführung“ auf die Wartburg. Die früheste urkundliche Erwähnung der Kirche datiert aus dem Jahr 1196, doch die genaue Zuordnung ist nicht vollständig verifiziert. Sie steht nach einer Sage im Zusammenhang mit dem Kreuzzug des Landgrafen Ludwig III. von Thüringen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Bauwerk mehrfach umgestaltet. Ab 1515 entstand aus der ursprünglichen Kirche eine spätgotische Hallenkirche. Spätere Umbauten im 16., 17. und 18. Jahrhundert prägten ihr heutiges Erscheinungsbild, das Elemente verschiedener Baustile vereint. Besonders bemerkenswert sind die reich verzierte Kanzel aus dem Jahr 1676 sowie der barocke Orgelprospekt von 1719. Der neobarocke Turm am Eingangportal, errichtet zwischen 1899 und 1902, orientiert sich am Vorbild des Doms von Monza. Während der Zweiten Weltkrieg die Georgenkirche schwer traf, erfolgte ihre Wiederherstellung in den Jahren nach 1945, wobei der genaue Abschluss der Arbeiten nicht eindeutig datiert ist. Auch das Glockenhaus, das um 1585 erbaut wurde, erfuhr später einen Umbau und dient heute als Wohngebäude. Von 1973 bis 1975 wurde die Kirche unter Leitung der Evangelischen Kirche in Deutschland umfassend restauriert. Bis zur Fusion der evangelischen Provinzialkirchen Sachsens und Thüringens am 1. Januar 2009 war die Georgenkirche Bischofskirche der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Thüringens und damit ein geistliches Zentrum von großer regionaler wie symbolischer Bedeutung. Die Georgenkirche zieht jährlich viele Besucher an – nicht nur wegen ihrer historischen Verbindung zu Persönlichkeiten wie Bach und Luther, sondern auch wegen ihrer architektonischen Eigenständigkeit und künstlerischen Ausstattung. Sie steht für den Wandel der Zeit und den kontinuierlichen Glauben einer Gemeinde, die hier seit Jahrhunderten betet, feiert und zusammenkommt. Als evangelische Kirche mitten im Herzen Eisenachs ist sie ein Ort der Ruhe, der Erinnerung und der Begegnung – ein kultureller Ankerpunkt der Stadt und ein lohnendes Ausflugsziel für alle, die Geschichte hautnah erleben möchten.
Bewertungen
Auf Google
In der Nähe
Ausflugsziele in der Nähe
Wetter & Pollenflug am Standort
Häufige Fragen zu Georgenkirche
Was ist die Georgenkirche in Eisenach?
Quelle: wikipedia
Wer predigte in der Georgenkirche?
Quelle: wikipedia
Wann wurde die Georgenkirche erbaut?
Quelle: wikipedia
Welche Bedeutung hat die Georgenkirche für die Musikgeschichte?
Quelle: wikipedia