Kloster St. Marien zu Helfta
Tipps
- Das Kloster bietet Gästehaus und Wohnungen zur Übernachtung direkt auf dem Gelände.
- Gebetszeiten der Schwestern in der Klosterkirche sind öffentlich zugänglich.
- Führungen durch das Gelände sind nach vorheriger Absprache möglich.
Eigenschaften
Über Kloster St. Marien zu Helfta
Das Kloster St. Marien zu Helfta in Eisleben ist ein katholisches Zisterzienserinnenkloster, das sich am Rande der Stadt inmitten eines idyllischen Parks befindet. Es vereint Sakralität und Gastfreundschaft und lädt Besucher dazu ein, im Einklang mit der geistlichen Tradition des Ortes zu verweilen. Die Klosterkirche ist täglich geöffnet und bildet den Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens der Schwestern, die nach der Regel des heiligen Benedikt und den Gebräuchen der Zisterzienser leben. Hier finden regelmäßig Chorgebete statt, an denen Interessierte teilnehmen oder denen in Stille gelauscht werden kann.
Bekannt wurde das Kloster durch die drei Mystikerinnen, die hier im Mittelalter lebten: Mechthild von Magdeburg, Mechthild von Hakeborn und Gertrud die Große. Ihre spirituellen Schriften prägten die Klostertradition und haben bis heute Bestand. Nach einem langen Zeitraum der Auflösung und landwirtschaftlicher Nutzung des Geländes wurde das Kloster im Jahr 1999 in neu errichteter Form wiederbelebt. Dabei wurde die noch erhaltene Kirchenruine geschickt mit moderner Architektur verbunden, sodass sowohl historische Substanz als auch zeitgenössische Baukunst zum Tragen kommen.
Heute beherbergt das Klostergelände neben der Klosterkirche weitere Einrichtungen, darunter ein Gästehaus, ein Klosterladen, ein Kindergarten sowie eine Seifenmanufaktur. Der Klosterladen bietet Kerzen, Bücher, Karten und selbst hergestellte Seifen an. Das Café im Gästehaus lädt zu einem Aufenthalt in ruhiger Atmosphäre ein. Auch das umliegende Klostergelände mit seinem gepflegten Park ist eine Besonderheit – es lädt zu Spaziergängen und zur Besinnung ein und vermittelt einen Eindruck von der Verbindung von Natur und Spiritualität.
Das tägliche Leben im Kloster folgt einem strukturierten Ablauf mit festen Gebetszeiten, die von Vigilien am frühen Morgen bis zur Komplet am Abend reichen. Die Chorgebete sind öffentlich, jeder ist willkommen, sich daran zu beteiligen oder in Stille daran teilzuhaben. Neben dem geistlichen Angebot besteht auch die Möglichkeit, an Führungen teilzunehmen oder Kurse im Kloster zu besuchen. Auch für Menschen ohne religiöse Bindung bietet der Ort Raum zur Reflexion und Erholung.