Schachtanlage
Highlights
- Die Schachtanlage Zirkelschacht befindet sich an der B180 zwischen Klostermansfeld und der Kreuzung zur L159.
- Der Zirkelschacht förderte von 1891 bis 1927 und ist heute Teil eines Aussichtspunktes auf der Halde.
- Das Betreten der Halde um den Zirkelschacht ist nur in geführten Gruppen aus Sicherheitsgründen möglich.
Tipps
- Besucher sollten sich über die historischen Exponate und die Bergwerksbahn am Standort informieren, um den Besuch gezielt zu planen.
- Der Aussichtspunkt auf der Halde bietet einen guten Überblick über das Mansfelder Land und lohnt sich bei gutem Wetter.
- Aus Sicherheitsgründen ist das Betreten der Halde nur in geführten Gruppen möglich, daher sollte man im Voraus prüfen, ob Führungen angeboten werden.
Eigenschaften
Über Schachtanlage
Die Schachtanlage in Gerbstedt zählt zu den bedeutenden montanhistorischen Zeugnissen der Region und liegt im Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Sie ist Teil eines ehemaligen Bergbaukomplexes, der über mehrere Jahrzehnte aktiv war und zur Förderung von Kupfererzen im Mansfelder Land beitrug. Die Anlage befindet sich in unmittelbarer Nähe zur B180, zwischen Klostermansfeld und der Abzweigung zur L159, und ist über einen Haltepunkt der ehemaligen Mansfelder Bergwerksbahn erreichbar. Ihre Funktion als aktiver Schacht ist inzwischen eingestellt, doch sie bleibt ein eindrucksvolles Beispiel für die industrielle Vergangenheit der Region.
Am Standort wurde im Zuge des Projekts „Kupfertour“ ein Aussichtspunkt eingerichtet, der Besucherinnen und Besuchern eine Panoramaaussicht über das Mansfelder Land ermöglicht. Von der Halde aus eröffnet sich ein weiträumiger Blick, der sowohl die natürliche als auch die vom Bergbau geprägte Kulturlandschaft einfängt. Aufgrund von Sicherheitsaspekten ist der Zugang zur Halde jedoch nur in Begleitung von Führungspersonen gestattet. Dies unterstreicht den Denkmalwert der Anlage und sichert den Erhalt des Ortes als historisches Zeugnis.
Die Schachtanlage ist eng mit der Geschichte des Mansfelder Kombinates verbunden, das über Jahrhunderte hinweg eine Schlüsselrolle in der Kupfergewinnung spielte. Neben Kupfer wurden hier auch andere wertvolle Nebenprodukte wie Cadmium, Germanium oder Rhenium gewonnen, wie sie in der Produktpalette des ehemaligen Kombinates dokumentiert sind. Diese Vielseitigkeit machte die Region zu einem wichtigen Standort der Rohstoffindustrie in der DDR-Zeit und davor bereits im 19. Jahrhundert. Zeitzeugenberichte verdeutlichen zudem die menschliche Seite dieser Geschichte – so lebten hier unter anderem Flüchtlinge aus dem Westen, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Heimat suchten.
Heute steht die Schachtanlage als historische Sehenswürdigkeit im Fokus des kulturhistorischen Interesses. Sie ist in das Netzwerk der Schachtanlagen im Mansfelder Revier eingebunden und wird vom Verein Mansfelder Berg- und Hüttenleute e.V. betreut. Neben Führungen und Bildungsangeboten dient sie als Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die industrielle Vergangenheit der Region. Die gut erhaltene Infrastruktur und die landschaftliche Lage machen sie zu einem lohnenswerten Ziel für Besucher, die sich für Bergbaukultur und Regionalgeschichte interessieren.