Spiegel-Schloss
Highlights
- Das Spiegel-Schloss in Buchenau ist die ältere der beiden Stammburgen und wurde 1572 erbaut.
- Es verfügt über einen Innenhof mit ehemaligem Bergfried und prächtige Portale mit Wappen von Buchenau und Goltacker.
- Die Umgebung des Schlosses ist heute eine saubere, ländliche Umgebung ohne industrielle Belastung.
Tipps
- Das Spiegel-Schloss liegt direkt neben dem Seckendorff-Schloss in Buchenau, einem Ort mit insgesamt drei Schlössern.
- Das Schloss ist Teil der „Alten Burg“ und verfügt über einen Innenhof mit historischem Bergfried und prächtigen Portalen aus dem 16. Jahrhundert.
- Der Treppenturm am Spiegel-Schloss zeigt eine Jahreszahl 1572 und ein Wappenstein mit Blumenornamenten und Kopfmasken.
Eigenschaften
Über Spiegel-Schloss
Das Spiegel-Schloss in Eiterfeld-Buchenau ist ein historisches Bauwerk im Landkreis Fulda in Hessen. Es zählt zu den älteren Schlössern der sogenannten „Alten Burg“, der Stammburg der Familie von Buchenau. Zusammen mit dem Seckendorff-Schloss und dem Schenck-Schloss bildet es eines von insgesamt drei Schlössern in Buchenau. Das Spiegel-Schloss liegt direkt neben dem Seckendorff-Schloss und ist heute Privatbesitz.
Das Schloss wurde vermutlich im 16. Jahrhundert erbaut. Eine am Treppenturm angebrachte Jahreszahl weist auf das Baujahr hin. Ursprünglich wurde diese irrtümlich mit einer früheren Datierung verwechselt, doch eine genauere Betrachtung der Ziffern bestätigt die spätere Datierung. Das Eingangsportal im Treppenturm zeigt das Allianzwappen des ursprünglichen Besitzers Eberhard von Buchenau und seiner Gattin Margareta von Goltacker. Das Portal ist reich verziert mit Blumenornamenten und zwei männlichen Kopfmasken. Ein weiteres Wappen dieses Ehepaares ist auch an einem Portal des linken Flügels zu sehen.
Im Innenhof des Spiegel-Schlosses stand einst ein Bergfried, der bis ins 19. Jahrhundert erhalten war. Ein Stein dieses Turms trug die Inschrift „G.V.B. 1508“ und deutet auf Georg von Buchenau als möglichen Erbauer hin. Die Steine des abgerissenen Turms sollen später zur Befestigung des Oberdorfs verwendet worden sein. Im Südosten des Schlosses erhebt sich ein halbrunder Treppenturm ohne eigenes Dach. Weitere bemerkenswerte Details sind die massiven Untergeschosse mit Fachwerk-Obergeschossen sowie die darunterliegenden Gewölbekeller.
Ein Teil des Geländes um das Schloss war durch natürliche Gegebenheiten geschützt. Das Aufstauen der Eitra machte das Tal vor der Burg von Norden, Osten und Südosten her schwer zugänglich. Von Süden und Westen boten Wallgraben und die sogenannte „Obere Burg“ zusätzlichen Schutz. Der Kirchturm der evangelischen Kirche in der Nähe könnte ebenfalls ursprünglich als Wehrturm gedient haben.
Heute steht das Spiegel-Schloss im Schatten seiner Nachbarn, insbesondere des östlich gelegenen Seckendorff-Schlosses. Öffentliche Fördermittel fließen in den Erhalt, doch der Zugang für Besucher ist eingeschränkt. Das Schloss ist Zeugnis einer langen Geschichte, die eng mit der Familie von Buchenau und der regionalen Entwicklung im Landkreis Fulda verbunden ist. Die Umgebung des Schlosses ist geprägt von einer weitgehend unberührten Natur und wird von kleinen landwirtschaftlichen Betrieben geprägt, die zur ökologischen Erhaltung der Region beitragen.