Parks & Gärten

Hillenbach-Tal

51588 Nümbrecht

Highlights

  • Das NSG Hillenbach-Tal in Nümbrecht schützt naturnahe Bachauen mit seltenen Lebensräumen.
  • Ziel ist die Erhaltung von Flussneunauge, Lachs und Groppe sowie deren Lebensräume.
  • Das Gebiet ist Teil des Natura 2000-Netzes und umfasst 9,9 Hektar.

Tipps

  • Das Gelände sollte nur auf bestehenden Wegen betreten werden, um empfindliche Lebensräume nicht zu schädigen.
  • Bei Besuchen ist auf den Schutz der Flussneunaugen und anderen Fischarten zu achten, Störungen im Gewässer sind zu vermeiden.
  • Die Einführung oder Ausbreitung nicht heimischer Pflanzen und Tiere ist im Schutzgebiet zu unterlassen.

Eigenschaften

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Über Hillenbach-Tal

Das Hillenbach-Tal in Nümbrecht im Oberbergischen Kreis ist ein rund 9,9 Hektar großes Naturschutzgebiet und zählt zu den besonders schutzwürdigen Landschaftsbereichen Nordrhein-Westfalens. Es wurde erstmals in den 1980er Jahren unter dem Kennzeichen GM-016 ausgewiesen und ist seit Anfang des 21. Jahrhunderts rechtswirksam geschützt. Das Gebiet ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 und damit in den Bestand des Gebietes DE-5110-301 integriert, das unter die EU-Habitat-Richtlinie fällt.

Im Zentrum des Schutzgebiets steht die Erhaltung einer naturnahen Talaue mit typischen Auen- und Auwaldlebensräumen. Dazu gehören unter anderem Feuchtwiesen, Hochstaudenfluren sowie verschiedene Waldgesellschaften wie der Hainsimsen-Buchenwald und der Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald. Auch Erlen-Eschen-Auenwälder, die aufgrund ihrer Seltenheit als prioritäre Biotope gelten, sind hier vertreten. Fließgewässer mit charakteristischer Vegetation des Ranunculion fluitantis sowie Uferbereiche mit Staudenfluren und Gehölzen prägen das Landschaftsbild.

Das Hillenbach-Tal beherbergt eine Vielzahl geschützter Tierarten, darunter das Flussneunauge, das Bachneunauge, die Groppe sowie der Lachs. Diese Arten sind eng an saubere, strukturreiche Fließgewässer mit ausreichend Sauerstoff und kiesigen Laichplätzen gebunden. Die Erhaltung und Entwicklung solcher Lebensräume ist ein zentrales Schutzziel. Dazu gehören Maßnahmen wie die Wiederherstellung natürlicher Flussdynamik, der Rückbau von Uferbefestigungen, der Schutz vor Nährstoffeintrag und die Vermeidung von Trittschäden.

Die Waldbereiche des Naturschutzgebiets sollen langfristig alters- und strukturdiverse Bestände aufweisen, in denen auch Totholz und Uraltbäume erhalten oder gefördert werden. Naturnahe Bewirtschaftung spielt eine Rolle, wobei auf die natürliche Waldgesellschaft und die standörtliche Variationsbreite geachtet wird. Sukzessionsflächen tragen zur Entwicklung von Vorwäldern und Pionierwaldstadien bei. Insgesamt zielt der Schutz darauf ab, die Dynamik der Ökosysteme zu erhalten und gleichzeitig die landschaftliche und ökologische Vielfalt des Tals langfristig zu sichern.

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