Statt Blumen – Ort für Trauer und Begegnung
Highlights
- „Statt Blumen“ bietet einen neutralen Ort für Trauernde – zum Schweigen, Zuhören und Austausch in Witten.
- Seit über 25 Jahren unterstützt der Ambulante Hospizdienst Witten-Hattingen Sterbende und Angehörige in der letzten Phase.
- Der Laden liegt zentral in der Wittenaner Altstadt (Krämersdorf 3) und entstand aus einer Hospiz-Initiative der Diakonie.
Tipps
- Der Ort bietet eine ruhige Atmosphäre, die zum Verweilen und Nachdenken in einer trauernden oder besinnlichen Stimmung einlädt.
- Ein barrierefreier Zugang ermöglicht es allen Besuchern, den Raum ohne Hindernisse zu betreten und zu nutzen.
- Die Gestaltung des Raumes fördert durch natürliche Materialien und sanfte Farben eine Atmosphäre der Gelassenheit und des Respekts.
Eigenschaften
Trauerort Witten: Statt Blumen – Ort für Begegnung
In der Wittenaner Altstadt hat sich mit *„Statt Blumen – Ort für Trauer und Begegnung“* ein besonderer Rückzugsort für Menschen in Krisen, Trauer und Sehnsucht etabliert. Der Laden entstand aus einer Initiative für Menschen mit Behinderung und entwickelte sich zu einem Ort der Stille und des Austauschs. Hier wird Trauer nicht nur als Verlust, sondern als Teil des Lebens begreifbar gemacht – durch Gespräche, Schweigen oder kreative Angebote. Die Atmosphäre ist bewusst einfach und einladend gestaltet, um Raum für individuelle Erfahrungen zu schaffen.
Der Name *„Statt Blumen“* verweist auf eine bewusste Abkehr von oberflächlichen Gesten wie Blumensträußen nach einem Verlust. Stattdessen steht hier die persönliche Begegnung im Mittelpunkt. Ehrenamtliche und Hauptamtliche begleiten Besucher:innen mit Empathie und Fachwissen, sei es in der Trauerbegleitung oder im Austausch über Lebensfragen. Der Ort ist bewusst neutral gestaltet, um Menschen aller Hintergründe willkommen zu heißen – von Angehörigen Verstorbener bis zu Suchenden, die nach Sinn oder Gemeinschaft lechzen.
Die Idee entstand im Kontext der Diakonie und des ambulanten Hospizdienstes, der seit Jahrzehnten schwerkranke Menschen und ihre Familien in Witten und Umgebung unterstützt. *„Statt Blumen“* knüpft an diese Tradition an und bietet einen Gegenpol zu sterilen Trauerritualen. Durch Ausstellungen, Gesprächsrunden und stillen Ecken wird ein Raum geschaffen, in dem Trauer nicht isoliert, sondern als Gemeinschaftserfahrung gelebt werden kann. Besonders prägend sind die handgefertigten Holzfiguren des Künstlers Günter Mottyll, die seit der Eröffnung des Ladens die Atmosphäre bereichern.
Der Ort ist mehr als eine Andachtsstätte im klassischen Sinne – er verbindet spirituelle Elemente mit sozialem Engagement. Besucher:innen können hier nicht nur Trost finden, sondern auch Netzwerke knüpfen, die über die Trauer hinaus wirken. Die Initiative zeigt, wie Trauerbegleitung heute aussehen kann: offen, kreativ und ohne Scheu vor den eigenen Gefühlen. *„Statt Blumen“* ist damit ein lebendiges Zeichen dafür, dass Trauer nicht allein getragen werden muss – sondern dass Begegnung heilt.