Residenz Ellingen
Highlights
- Residenz Ellingen war ab 1216 Sitz des Landkomturs der Ballei Franken des Deutschen Ordens.
- Das Schloss entstand ab 1708, der Hauptbau wurde 1718–1720 unter Franz Keller errichtet.
- Heute zählt die Residenz mit barocken Stuckaturen und klassizistischen Räumen zu den bedeutenden Kulturdenkmälern Bayerns.
Tipps
- Eintritt nur mit Führung, Beginn jeweils zur vollen Stunde – letzte Führung April bis September um 17 Uhr, Oktober bis März um 15 Uhr.
- Schlosspark mit altem Baumbestand und jährlichem Blausternblütenmeer im Frühjahr ist ebenfalls sehenswert.
- Sonderführungen auf Anfrage möglich, barrierefreiheitsspezifische Informationen erhältlich.
Eigenschaften
Über Residenz Ellingen
Die Residenz Ellingen liegt im Zentrum der Stadt Ellingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Bayern. Seit dem Jahr 1216 war der Ort Sitz des Landkomturs der Ballei Franken innerhalb des Deutschen Ordens und entwickelte sich dadurch zu einem bedeutenden Verwaltungszentrum. Das heutige Schlossgebäude entstand ab dem frühen 18. Jahrhundert und vereint barocke und klassizistische Bauelemente. Besonders erwähnenswert sind die kunstvollen Stuckaturen von Franz Joseph Roth sowie die Umbauten des französischen Architekten Michel d’Ixnard. Die Schlosskirche wurde im Zuge der barocken Umgestaltung des Komplexes umgebaut und bleibt ein eindrucksvolles Zeugnis dieser Zeit, auch wenn sie zeitweise renoviert wird.
Das Schloss war bis ins späte 18. Jahrhundert Residenz des Deutschen Ordens, ehe der Sitz der Ballei Franken nach Bad Mergentheim verlegt wurde. Kurz darauf ging das Anwesen an das Königreich Bayern über. König Max I. Joseph übergab das Schloss seinem Feldmarschall Carl Philipp Fürst von Wrede, der zahlreiche Räume kostbaren Ausstattungsstücken im Stil des Klassizismus verlieh. Diese Räume zählen heute zu den bedeutendsten Beispielen bayerischer Raumkunst aus dieser Epoche. Die Innenausstattung mit historischen Möbeln, Tapeten, Bronzen und Gemälden ist größtenteils erhalten und kann aufgrund der engagierten Denkmalpflege besichtigt werden.
Die Residenz ist von einem repräsentativen Schlosspark umgeben, der sich besonders im Frühjahr durch das farbenprächtige Blütenmeer der sibirischen Blausternchen auszeichnet. Diese beeindruckende Naturschau zieht Besucher ebenso an wie die gepflegten Alleen und die historische Atmosphäre des Parks. Die Anlage lädt zur Erholung und zum Spaziergang ein und bildet einen landschaftlichen Kontrapunkt zur repräsentativen Architektur des Schlosses. Der Park ist ganzjährig zugänglich und ergänzt das Angebot der Residenz um einen naturnahen Erlebnisraum.
Die Besichtigung der Innenräume erfolgt ausschließlich im Rahmen einer Führung, die regelmäßig zu vollen Stunden beginnt. Die Führungen dauern etwa 50 Minuten und bieten umfassende Einblicke in die Geschichte des Deutschen Ordens, die Bau- und Kunstgeschichte des Schlosses sowie die Lebenswelt seiner Bewohner. Die Führungsinhalte variieren je nach aktueller Themenschwerpunktsetzung. Die Residenz ist sowohl für Interessierte an Architektur und Kulturgeschichte als auch für Besucher mit naturgeschichtlichem Interesse ein lohnendes Ausflugsziel im mittelfränkischen Raum.