Ritterstein 8 "Mundathütte"
Highlights
- Der Ritterstein „Kapitainshütte“ erinnert an eine Hütte aus der Zeit der Revolutionskriege.
- Er steht südwestlich vom Eschkopfturm bei Leimen im Pfälzerwald.
- Die Inschrift nennt den Ort und den Namen der ehemaligen Siedlung sowie den Pfälzerwald-Verein.
Tipps
- Parken Sie am Eschkopf und laufen Sie kurz zum Ritterstein „Kapitainshütte“ südwestlich des Turms.
- Informieren Sie sich vor Ort über die historische Bedeutung des Rittersteins und die ehemalige Kapitainshütte.
- Achten Sie auf die Inschrift mit dem Kürzel „P.W.V.“, das für den Pfälzerwald-Verein steht.
Eigenschaften
Über Ritterstein 8 "Mundathütte"
Der Ritterstein 8 „Mundathütte“ befindet sich in der Gemeinde Bobenthal im südwestpfälzischen Teil von Rheinland-Pfalz. Er steht südwestlich des Eschkopfturms und erinnert an eine ehemalige Siedlung, die heute nicht mehr existiert. Der Stein gehört zur Kategorie der Rittersteine, die ehemalige Wüstungen und verlassene Siedlungen im Pfälzerwald dokumentieren. Die Bezeichnung „Mundathütte“ verweist auf eine Hütte, von der angenommen wird, dass sie während der Revolutionskriege bewohnt war. Laut Überlieferung soll hier ein preußischer Kapitän mit seiner Familie gelebt haben, der sich später während eines feindlichen Vorstoßes mit einem rasanten Ritt den Berg hinab in Sicherheit gebracht haben soll.
Heute sind von der ehemaligen Hütte keine baulichen Reste mehr erhalten. Dennoch zeugt der Ritterstein vor Ort von der Geschichte des Ortes. Die Inschrift am Stein trägt den Namen „Kapitainshütte“ sowie das Kürzel „P.W.V.“, welches für den Pfälzerwald-Verein steht, der sich seit Jahrzehnten für die Erhaltung und Dokumentation der regionalen Kultur und Geschichte engagiert. Die genaue Lage des Steins südwestlich des Eschkopfturms macht ihn zu einem markanten Wegpunkt entlang der Landstraße zwischen Johanniskreuz und Leimen.
Der Ritterstein ist Teil eines größeren Netzwerks historischer Gedenksteine im Pfälzerwald, die verschiedene Episoden der regionalen Vergangenheit festhalten. Die Rittersteine dokumentieren nicht nur ehemalige Siedlungen, sondern auch Lebensweisen und Ereignisse, die in abgelegenen Gebieten des Waldes stattgefunden haben. In diesem Fall wird sowohl der Name als auch die militärische Herkunft des ehemaligen Bewohners der Hütte festgehalten, was einen Einblick in die bewegte Geschichte der Region während der napoleonischen Kriege ermöglicht.
Für Besucherinnen und Besucher bietet der Standort einen idealen Ausgangspunkt für Wanderungen im Umfeld des Eschkopfs. Die nahegelegene Waldfläche die ruhige Natur zu genießen und sich mit der Geschichte des Ortes auseinanderzusetzen. Die einfache Erreichbarkeit macht den Ritterstein zu einem lohnenswerten Zwischenstopp bei Erkundungstouren durch den südlichen Teil des Pfälzerwaldes. Wanderinteressierte finden hier eine ruhige Ausgangsbasis, von der aus sich auch andere nahegelegene Wege und Sehenswürdigkeiten gut erreichen lassen.