Denkmal/Gedenkstätte

Königlich sächsischer Meilenstein

04539 Groitzsch

Highlights

  • Königlich-sächsische Meilensteine wurden 1859–1866 aus Cottaer Sandstein gefertigt.
  • Sie markierten ab 1858 exakt vermessen Straßenkilometer im Königreich Sachsen.
  • In Groitzsch steht einer der historischen Meilensteine als Denkmal unter Schutz.

Tipps

  • Besucher sollten sich über die historische Bedeutung der Meilensteine informieren, da diese Denkmale der sächsischen Vermessungsgeschichte sind.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte an technischen Denkmälern und regionaler Geschichte.
  • Vor Ort gibt es wenig zu sehen, aber Schautafeln bieten Einblicke in die damalige Straßenvermessung und Bedeutung der Steine.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Königlich sächsischer Meilenstein

Der Königlich sächsische Meilenstein in Groitzsch ist ein historischer Vermessungsstein, der im Zuge der straßenkundlichen Neuvermessung des Königreichs Sachsen in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Diese Steine markierten einheitlich den Abstand entlang wichtiger Straßen und dienten der standardisierten Entfernungsangabe innerhalb des sächsischen Verwaltungs- und Postwesens. Sie sind als technische Denkmale Teil einer größeren Anlage, die unter Denkmalschutz steht.

Die Meilensteine unterschieden sich in ihrer Funktion: Es gab Stationssteine, Ganz- und Halbmeilensteine sowie Abzweig- und Grenzsteine. Jeder Stein wurde aus Cottaer Sandstein gefertigt und wies eine charakteristische, ursprünglich sandsteinfarben gestrichene Eisengusskrone auf. Die Aufstellung erfolgte im Abstand von jeweils einer Meile, was nach der sächsischen Umstellung auf eine Länge von 7,5 Kilometern definiert war. Die Groitzscher Ausführung entspricht diesen Vorgaben und zeigt das typische schlichte Erscheinungsbild der mittel-19. Jahrhundert errichteten Steine.

Im Gegensatz zu den kursächsischen Postmeilensäulen des früheren Kursystems sind die königlich-sächsischen Meilensteine weniger verziert und wurden daher nicht überall als Denkmale wahrgenommen oder erhalten. Dennoch tragen sie maßgeblich zur historischen Straßenvermessung bei und dokumentieren den technischen Fortschritt in der Kartografie und Verkehrsorganisation Sachsens. In einigen Fällen wurden die Steine später an das metrische System angepasst, wodurch sich die ursprünglichen Inschriften veränderten.

Der Standort in Groitzsch liegt im Landkreis Leipzig im Bundesland Sachsen. Die Gemeinde beherbergt damit ein kleines, aber bedeutendes Zeugnis der regionalen Verwaltungsgeschichte. Die Erhaltung solcher Steine dient nicht nur der Denkmalpflege, sondern ermöglicht auch heute noch Rückschlüsse auf die historische Straßeninfrastruktur und die damalige Verwaltungspraxis. Die Steine sind in der Regel Eigentum der zuständigen Straßenbaulastträger.

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