Denkmal/Gedenkstätte

Wasserturm

Winterberg 26, 04910 Elsterwerda

Highlights

  • Der Wasserturm in Elsterwerda wurde 1905–1906 an der Weststraße erbaut und 1906 in Betrieb genommen.
  • Mit 32 Metern Höhe und einem 250 m³ fassenden eisernen Wasserbehälter ist er ein unter Denkmalschutz stehendes technisches Kulturdenkmal.
  • Im Stadtgebiet gibt es zwei weitere Wassertürme, darunter der Biehlaer Wasserturm mit 90 m³ Fassungsvermögen und denkmalgeschützter Fassade.

Tipps

  • Der Wasserturm in Elsterwerda ist ein ehemaliges technisches Kulturdenkmal und kann von außen besichtigt werden.
  • Ein Spaziergang zum Turm lohnt sich, besonders wegen des angrenzenden Gartenkolonie-Geländes.
  • Rastmöglichkeiten in der Nähe bieten Gelegenheit zur Erholung im Freien.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Wasserturm

Der Wasserturm in Elsterwerda zählt zu den bedeutenden technischen Denkmälern der südbrandenburgischen Stadt. Errichtet in den Jahren zu Beginn des 20. Jahrhunderts, diente er über Jahrzehnte der Wasserversorgung der Bevölkerung. Das Bauwerk an der Weststraße ragt mit einer Höhe von 32 Metern in den Himmel und trägt einen eisernen Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 250 Kubikmetern. Umgeben ist dieser von einer zylindrischen Stahlbetonverkleidung, die das Konstrukt optisch prägt. Ursprünglich als Teil der städtischen Infrastruktur konzipiert, wurde der Turm nach dem Ausbau des Wassernetzes im Jahr 1942 schließlich 1948 außer Betrieb genommen.

In den 1980er Jahren stand der Abriss des Wasserturms bevor, da er keine aktive Funktion mehr hatte. Dank des Engagements der Denkmalpflege und des städtischen Rates wurde jedoch eine Sanierung beschlossen. Besonders das Dach des Turms wurde 1989 umfassend erneuert, um den Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerks zu sichern. Bis zu seiner endgültigen Stilllegung war der Turm ein markantes Element des Stadtbildes und Zeugnis vergangener technischer Entwicklungen in der Region des Landkreises Elbe-Elster.

Im Herbst 2024 erfolgte schließlich der Abbruch des ehemaligen Wasserturms durch eine ortsansässige Baufirma. Damit endete die physische Existenz eines Bauwerks, das über fast ein Jahrhundert hinweg ein Teil der Elsterwerdaer Stadtgeschichte war. Dennoch bleibt seine Bedeutung als Kulturdenkmal erhalten, das einst die moderne Versorgungsstruktur der Stadt widerspiegelte. Die Anlage war eng mit der Entwicklung des öffentlichen Lebens verbunden, nicht zuletzt auch durch die Anbindung an die nahegelegene Bahninfrastruktur, die ab 1912 zur Versorgung der Dampflokomotiven genutzt wurde.

Elsterwerda verfügt neben dem ehemaligen Wasserturm an der Weststraße über zwei weitere erhaltene Wassertürme im Stadtgebiet. Der Biehlaer Wasserturm im Stadtteil Biehla wurde nach dem Vorbild des Leipziger Völkerschlachtdenkmals errichtet und dient nicht nur als technisches Bauwerk, sondern auch als Wahrzeichen der Gegend. Ebenfalls unter Denkmalschutz steht der Wasserturm am Bahnhof Biehla, der als Teil eines Ensemblebauwerks aus Klinker erbaut wurde und eng mit dem Werk des lokalen Baumeisters Friedrich Jage verknüpft ist. Diese Bauwerke zeugen gemeinsam von der historischen Bedeutung der Wasserversorgung und städtebaulichen Entwicklung in der Region.

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