Hochstein mit Sage
Highlights
- Der 449 m hohe Hochstein ist die höchste Erhebung im Nordwestlausitzer Bergland und überragt die Umgebung um etwa 200 Meter.
- Seit dem 18. Jahrhundert wird der Berg auch als Sybillenstein bezeichnet, benannt nach der Frau eines Rittergutsbesitzers aus Rehnsdorf.
- Der Berg galt einst als heidnische Kultstätte und soll zahlreiche Schätze im Inneren bergen, wie Ortskundige berichten.
Tipps
- Wanderung bei klarem Wetter ermöglicht beeindruckende Fernblicke von der höchsten Erhebung im Nordwestlausitzer Bergland.
- Beliebtes Ziel für Wanderer und Mountainbiker – besonders reizvoll bei mystischer Atmosphäre im Herbstnebel.
- Aussichtsplattform mit Sitzgelegenheit und informativem Aufsteller lädt zum Verweilen und Beobachten der Landschaft ein.
Eigenschaften
Über Hochstein mit Sage
Der Hochstein mit Sage ist mit 449 Metern die höchste Erhebung im Nordwestlausitzer Bergland und liegt im Ortsteil Bretnig-Hauswalde im sächsischen Kreis Bautzen. Der markante Berg überragt das umliegende Hügelland im Osten um etwa 200 Meter und zählt heute zu den beliebten Ausblickspunkten in der Region. Sein Name geht möglicherweise auf eine Sybilla zurück, die Frau eines ehemaligen Rittergutsbesitzers in Rehnsdorf war. Seit dem späten 18. Jahrhundert wird der Berg auch als Sybillenstein bezeichnet.
Der Berg hat eine sagenumwobene Vergangenheit. Laut Überlieferung galten die Sybillen, altheidnische Priesterinnen, als Wahrsagerinnen, die in Grotten und an heiligen Quellen prophezeiten und beim Volk in hohem Ansehen standen. Der Hochstein soll bereits in der Vergangenheit eine bedeutende heidnische Kultstätte gewesen sein. In dieser Tradition wird auch von verborgenen Schätzen im Berg berichtet, was bis heute die Fantasie vieler Ortskundiger anregt. Die mystische Atmosphäre des Berges, besonders im Nebel des Herbstmorgens oder bei stürmischen Tagen, trägt zu seinem besonderen Reiz bei.
Heute ist der Hochstein ein beliebtes Wander- und Mountainbikeziel. Die Wanderwege zum Gipfel laden dazu ein, die malerische Landschaft zu erkunden. Auf dem Gipfel befindet sich eine Aussichtsplattform, die einen weiten Blick über das Umland eröffnet. Eine Bank und ein Infostand laden zum Verweilen ein. Eine Statistik zeigt, dass viele Besucher den Berg mehrmals im Jahr besteigen – einige sogar über 400 Mal jährlich. Traditionell wird am Silvester tag der „Hochsteinkönig“ gekürt, basierend auf der Anzahl der Besteigungen.
Die Wanderung zum Hochstein bietet nicht nur sportliche Betätigung, sondern auch kulinarischen Genuss. Ein am Gipfel gelegenes Restaurant wird regelmäßig für seine gute Küche gelobt und gilt als lohnender Ort zum Verweilen. Die Kombination aus Wandererlebnis, Aussicht und gastronomischem Angebot macht den Berg zu einem vielbesuchten Ausflugsziel in der Region.