Manningaburg
Highlights
- Die Manningaburg in Pewsum zeigt die Geschichte der Häuptlingsfamilien Manninga und Cirksena.
- In der Burg ist eine Ausstellung zur ersten deutschen Frauenärztin Hermine Heusler-Edenhuizen zu sehen.
- Die Gemeinde Krummhörn besitzt die Manningaburg und die Neue Mühle in Pewsum.
Tipps
- Ein besonderer Ausstellungsgegenstand ist die erste deutsche Frauenärztin Hermine Heusler-Edenhuizen, geboren in Pewsum, deren Leben und Werk hier dokumentiert wird.
- Der Heimatverein Krummhörn ist für die Gestaltung und den Erhalt der Burg zuständig und trägt maßgeblich zur regionalen Kulturpflege bei.
Eigenschaften
Über Manningaburg
Die Manningaburg in Krummhörn-Pewsum ist ein geschichtsträchtiger Ort, der Besucher mit einer spannenden Zeitreise in die ostfriesische Vergangenheit einlädt. Die Burganlage, die heute als Museum genutzt wird, steht unter dem Dach des Heimatvereins Krummhörn, der sich aktiv um Erhalt und Gestaltung des Geländes kümmert. Die Ausstellung in der Manningaburg widmet sich vor allem der Geschichte der einst mächtigen ostfriesischen Häuptlingsfamilien Manninga und Cirksena und deren Einfluss auf die Region. Daneben beleuchtet sie die Verbindungen dieser Adelsgeschlechter zu europäischen Königshäusern, unter anderem durch die Heirat von Katharina von Wasa mit Graf Edzard II.
Ein besonderer Schwerpunkt der Präsentation liegt auf der Darstellung des Lebens und Wirkens der Ärztin Dr. Hermine Heusler-Edenhuizen. Sie wurde in Pewsum geboren und war eine der ersten Frauenärztinnen in Deutschland. Ihre medizinische und gesellschaftliche Bedeutung wird in einer eigenen Ausstellung gewürdigt, die sowohl ihren beruflichen Werdegang als auch ihr gesellschaftliches Engagement nachzeichnet. Die Manningaburg vermittelt damit nicht nur regionale Geschichte, sondern setzt auch Akzente im Bereich der Frauen- und Medizingeschichte.
Die Anlage selbst ist ein Ort der Begegnung von Kultur und Geschichte. Die Räumlichkeiten bieten einen informativen und anschaulichen Einblick in das Leben der ostfriesischen Adelsgeschlechter der Spätrenaissance. Neben Exponaten zur regionalen Geschichte werden auch Alltagsgegenstände, Porträts und Dokumente gezeigt, die das Leben jener Zeit plastisch nachvollziehbar machen. Die klare inhaltliche Struktur der Ausstellung spricht sowohl Interessierte der Regionalgeschichte als auch Besucher an, die sich für Adelskultur und medizinische Geschichte interessieren.
Die Manningaburg ist Teil eines kulturellen Gesamtkonzeptes, das auch die „Neue Mühle“ in Pewsum umfasst. Während das Mühlen- und Handwerksmuseum in der „Neuen Mühle“ aufgrund eines Wasserschadens zeitweise geschlossen ist, steht die Manningaburg weiterhin als kulturhistorischer Anziehungspunkt offen. Die Öffnungszeiten orientieren sich an saisonalen Vorgaben und bieten in den Sommermonaten mehrere Wochentage die Möglichkeit zur Besichtigung. Die Burg trägt durch ihre museale Nutzung dazu bei, das kulturelle Erbe der Region Krummhörn lebendig zu erhalten und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.