Schenkenbergkapelle
Highlights
- Die Wallfahrtskapelle Schenkenberg liegt etwa 4 km von Emmingen entfernt auf einem ehemaligen Burghügel.
- Erstmals erwähnt wurde die Kirche im Jahr 1275, später im 14. Jahrhundert.
- Heute zählt sie zur politischen Gemeinde Emmingen und wurde zuletzt 1987 außen saniert.
Tipps
- Die Wallfahrtskapelle Schenkenberg liegt abseits der Hauptstraße auf einem ehemaligen Burghügel und ist über einen kurzen Wanderweg erreichbar.
- Im Inneren befinden sich rund 150 Votivtafeln, die größtenteils aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen und als Danksagung für erbetene Hilfe gewidmet sind.
- Ein neu errichteter Kreuzweg in der Nähe lädt zum Verweilen und Beten ein und kann problemlos zu Fuß begangen werden.
Eigenschaften
Über Schenkenbergkapelle
Die Schenkenbergkapelle befindet sich im Ortsteil Emmingen-Liptingen im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg. Sie thront auf einem ehemaligen Burghügel in unmittelbarer Nähe des Wasserburgertals. Die erste urkundliche Erwähnung der Kapelle erfolgte bereits im Jahr 1275. Ursprünglich war die Kirche selbständige Pfarrei, verlor jedoch im Laufe der Zeit ihre eigenständige Stellung und entwickelte sich zu einer Wallfahrtsstätte. Der heutige barocke Kirchenbau entstand nach einem Brand im frühen 18. Jahrhundert und wurde später umgebaut und restauriert. Seitdem dient sie als ein ruhiger Ort der Andacht und Besinnung.
Ein besonderes Merkmal der Kapelle sind die etwa 150 Votivtafeln, die an den Wänden des Langhauses angebracht sind. Die meisten stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, einige sogar aus dem 17. Jahrhundert. Diese Tafeln wurden als Danksagung für erbetene Hilfe in verschiedenen Lebenslagen der Gottesmutter von Schenkenberg gestiftet. Die Wallfahrt zur Schenkenbergkapelle hat bis heute Bestand und zieht sowohl Einzelbesucher als auch Gruppen an, die den Kreuzweg vor der Kapelle beschreiten möchten. Dieser Rundweg mit seinen Stationen des Kreuzweges wurde im Jahr 2001 neu errichtet und lädt durch seine ruhige Lage zum Verweilen und Beten ein.
In unmittelbarer Nähe des Gotteshauses befand sich einst die Burg Schenkenberg, die wie der gleichnamige Ort im späten Mittelalter zerstört wurde. Heute erinnert nichts mehr an das einstige Bauwerk, doch die Kapelle selbst steht weiterhin als Zeugin vergangener Zeiten. Die heutige Nutzung der Kapelle durch die politische Gemeinde trägt zur Erhaltung des barocken Bauwerks bei. In den Jahren 1987 und 1995 erfolgten umfangreiche Sanierungsarbeiten, unter anderem erhielt die Kirche ein neues Orgelpostiv. Die umliegende Landschaft lädt zu Spaziergängen und Ausflügen ein, wobei die Kapelle als kultureller und sakraler Anziehungspunkt im Tal einen besonderen Reiz ausübt.
Die Schenkenbergkapelle ist sowohl im Sommer als auch im Winter ein Ort der Stille und Reflexion. Besucher berichten von der besonderen Atmosphäre, die den Geist berührt und Kraft spendet – besonders in schwierigen Lebensphasen. Die nahegelegene, schmale Zufahrtsstraße ins Wasserburgertal unterstreicht den abgelegenen Charakter der Wallfahrtsstätte. Ein kleines Informationsbuch über die Kapelle kann über die Gemeinde Emmingen-Liptingen angefordert werden.