Denkmal/Gedenkstätte

Uhrmachers Haus

Engelfanger Str. 3, 66346 Püttlingen-Köllerbach

Highlights

  • Gegründet 1992 auf dem Gelände einer 1820 erbauten Schäferei, bietet das Museum digitale Führungen, 3D-Rundgänge und ehrenamtliche Expertise zu Uhrengeschichte.
  • Die Ausstellung zeigt mechanische Räderuhren ab dem 14. Jh., Pendeluhr-Pionierarbeiten des 17. Jh. und seltene Sonnenuhren in einem thematischen Garten.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt ins Museum.
  • Die digitale Führung mit interaktiven Monitoren bietet die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte selbstständig zu wählen.
  • Vor dem Gebäude befindet sich ein sonnengeregelter Garten mit historischen Uhrenmodellen, darunter eine Vielfalt an Kurzzeitmessern.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Uhrmachers Haus Püttlingen-Köllerbach Kulturdenkmal

Das Uhrmachers Haus in Püttlingen-Köllerbach ist ein faszinierendes Kulturdenkmal und beherbergt das Saarländische Uhrenmuseum – das Haus der tausend Uhren. Das Museum besticht durch eine einzigartige Sammlung, die nicht nur historische Meisterwerke, sondern auch seltene Kurzzeitmesser wie Eieruhren in einer bunten Vielfalt präsentiert. Besonders sehenswert ist der Sonnenuhrengarten vor dem Gebäude, der als Teil der Ausstellung die Verbindung von Natur und Zeitmessung thematisiert.

Das Gebäude selbst stammt aus dem Jahr 1820 und wurde ursprünglich als Schäferei der Burg Bucherbach genutzt, bevor es im Jahr 1992 zum Museum umfunktioniert wurde. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Uhren von den ersten mechanischen Räderuhren im Mittelalter bis hin zu den innovativen Pendeluhrkonstruktionen des 17. Jahrhunderts. Ein Highlight ist die digitale Führung, die Besuchern interaktive Einblicke ermöglicht – etwa durch berührungsempfindliche Monitore oder einen virtuellen 3D-Rundgang. Zudem stehen ehrenamtliche Mitarbeiter für persönliche Führungen zur Verfügung, die die Technik und Geschichte der Zeitmessung noch anschaulicher vermitteln.

Die Sammlung umfasst nicht nur klassische Wanduhren, sondern auch praktische Alltagshelfer wie maritime Halbstundengläser und klösterliche Zeitmesser aus dem Mittelalter. Besonders spannend ist der Wandel vom öffentlichen Nutzen der Uhren – etwa als Türmeruhren in Kathedralen oder zur Steuerung von Marktzeiten – hin zu privaten Zeitmessgeräten. Ein besonderes Exponat ist das älteste bekannte Abbild einer Sanduhr, das auf einem Gemälde aus dem Palazzo Publico in Siena (1337–1339) zu sehen ist. Die Ausstellung verdeutlicht, wie sich der Beruf des Uhrmachers aus der Notwendigkeit heraus entwickelte, präzisere und kompaktere Uhren zu bauen.

Das Uhrmachers Haus ist nicht nur ein Museum, sondern ein Ort der Begegnung mit einer jahrhundertelangen Tradition. Dank barrierefreier Angebote wie einem rollstuhlgerechten Parkplatz ist es für alle Besucher zugänglich. Ob als kulturelles Erlebnis, historisches Lernfeld oder kreativer Inspirationsort – das Haus der tausend Uhren lädt ein, die Faszination der Zeitmessung neu zu entdecken. Die Verbindung von Handwerkskunst, Wissenschaft und Alltagskultur macht es zu einem besonderen Ausflugsziel in Püttlingen-Köllerbach.

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