Ausflug Natur

Bei der Chartaque

75031 Eppingen

Highlights

  • Die Chartaque in Eppingen war ein turmartiges Blockhaus zur Sicherung der Eppinger Linien gegen französische Raubzüge.
  • Sie wurde 1695 bis 1697 während des Pfälzischen Erbfolgekriegs errichtet und diente als Wachturm mit 6×6 Metern Grundfläche.

Tipps

  • Wanderungen in der Umgebung bieten sich an, da die Gegend reich an Fauna und Flora ist.
  • Die Chartaque ist ein ehemaliger Wachturm und Teil der historischen Eppinger Linien, gebaut zur Verteidigung im Pfälzischen Erbfolgekrieg.
  • Aussicht aufgrund von überwachsenen Bäumen heute eingeschränkt, dennoch lohnt der Besuch für die Geschichte.

Eigenschaften

Outdoor Romantisch Ganzjährig

Naturerlebnis Bei der Chartaque in Eppingen entdecken

Der Aussichtspunkt „Bei der Chartaque“ in Eppingen lädt Besucher zu einem spannenden Ausflug in die Geschichte ein. Diese historische Station ist Teil der berühmten Eppinger Linien, einer befestigten Verteidigungsanlage, die Ende des 17. Jahrhunderts während des Pfälzischen Erbfolgekriegs errichtet wurde. Die Linien dienten damals dazu, französische Streifzüge in der Region effektiv abzuwehren und das umliegende Land zu schützen. Die Chartaque selbst war ein Wachturm aus Holz, der als Wachposten und Beobachtungsstandort fungierte. Heute kann man an dieser Stelle die Nachbildung eines solchen turmartigen Blockhauses besichtigen, das detailgetreu dem Original nachempfunden ist. Die Eppinger Linien erstrecken sich über eine Länge von 86 Kilometern und verbinden Weißenstein bei Pforzheim mit Neckargemünd. Sie wurden zwischen 1695 und 1697 unter Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, genannt „Türkenlouis“, angelegt. Die Befestigungsanlagen bestanden aus einem Verhau, einem tiefen Graben und einem dahinterliegenden Wall. Die Chartaquen bildeten wichtige Stützpunkte entlang dieser Linie und ermöglichten eine schnelle Alarmierung im Gefahrenfall. Besonders eindrucksvoll ist die Tatsache, dass der Bau unter schwierigen Bedingungen erfolgte – mit Hilfe von Zivilisten, sogenannten „Schanzern“, die unter Androhung von Gewalt zur Mitarbeit gezwungen wurden. Der Standort „Bei der Chartaque“ in Eppingen ist nicht nur ein geschichtsträchtiger Ort, sondern auch ein idealer Platz für Naturbeobachtung und Entspannung. Die umliegende Landschaft lädt zu Wanderungen und Spaziergängen ein, während die historische Atmosphäre zum Verweilen und Innehalten einlädt. Besucher können hier nicht nur die Rekonstruktion der Chartaque besichtigen, sondern auch die Aussicht über das schöne Eppingen genießen. Die Nachbauten der Chartaquen in Eppingen und Mühlacker sind wichtige Zeugnisse der militärischen Geschichte der Region. Sie erinnern daran, wie die Bevölkerung damals in eine schwierige Lage zwischen fremder Bedrohung und heimischer Pflicht geriet. Die Chartaque in Eppingen ist somit nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Ort des Gedenkens an die Menschen, die unter den damaligen Zwangsverhältnissen litten. Jahrhunderte später bietet sie Besuchern die Gelegenheit, Geschichte hautnah zu erleben – mitten in der Natur und doch tief verbunden mit der Vergangenheit.

Bewertungen

4,2 (126) 4.2 aus 126 Bewertungen (Landbummel + Google kombiniert)

Auf Google

4,2 (63) 4.2 · 63 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…

Häufige Fragen zu Bei der Chartaque

Was ist eine Chartaque bei Eppingen?
Eine Chartaque war ein turmartiges Blockhaus an der Eppinger Linie, das als Wachturm diente. Sie hatte eine Grundfläche von 6 × 6 Metern und eine Höhe von etwa 12 Metern. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wofür wurden die Eppinger Linien gebaut?
Die Eppinger Linien wurden errichtet, um französische Raubzüge während des Pfälzischen Erbfolgekriegs zu unterbinden. Sie dienten als Verteidigungsanlage gegen Invasionen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wer baute die Eppinger Linien?
Die Eppinger Linien wurden unter Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, genannt „Türkenlouis“, zwischen 1695 und 1697 durch Zivilisten in Fronarbeit errichtet. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wie sah die Bauweise der Eppinger Linien aus?
Das Bollwerk bestand aus einem 40 Meter breiten Verhack, einem Graben von 2,5 Metern Tiefe und einem dahinterliegenden Wall. Gesichert wurden sie durch Wachtürme wie die Chartaque. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia