Margarete Ferber
Highlights
- Margarete Ferber wurde am 3. Dezember 1892 in Düsseldorf geboren.
- Sie wurde am 10. November 1941 mit ihrem Ehemann Leopold Ferber nach Minsk deportiert und kam dort um.
- Ihre Eltern und Geschwister wurden ebenfalls während der NS-Zeit ermordet.
Tipps
- Besucher finden Stolpersteine in Düsseldorf über die Website der Mahn- und Gedenkstätte.
- Die Ostendorfstraße 10 ist heute Gedenkort für die Familie Manes und Ferber.
- Interessierte können sich über das Leben der Familie im Newsletter der Stätte informieren.
Eigenschaften
Ausflug zu Margarete Ferber in ARAG - Kultur und Denkmal erleben
Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf erinnert mit verschiedenen Formaten an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Ein besonderer Fokus liegt auf den Schicksalen jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die in Düsseldorf lebten und wirkten. Zu diesen gehört auch Margarete Ferber, geborene Manes, eine von drei Töchtern des einflussreichen Düsseldorfer Unternehmers Oskar Manes. Ihr Leben und ihr tragisches Schicksal stehen exemplarisch für das Schicksal vieler jüdischer Familien in der NS-Zeit.
Margarete wurde als zweite Tochter des in der Ostendorfstraße 10 lebenden Ehepaares Oskar und Else Manes geboren. Die Familie zählte zu den angesehenen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Ihr Vater engagierte sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich und politisch: Er war unter anderem Gründungsmitglied der Düsseldorfer Industrie- und Handelskammer und vertrat die Interessen der jüdischen Gemeinde. Die Familie führte ein bürgerliches Leben in ihrer eigenen Wohnung in der Düsseldorfer Innenstadt, bis die nationalsozialistischen Repressalien das Leben der jüdischen Bevölkerung zunehmend bestimmten.
Mit Beginn der systematischen Judenverfolgung wurde auch das Leben der Familie Manes radikal beeinträchtigt. Margarete Ferber wurde gemeinsam mit ihrem Ehemann Leopold Ferber im November eines Jahres aus der Reichsdeportationsliste in das Ghetto von Minsk aufgenommen. Sie starben kurz nach ihrer Ankunft. Auch ihre Geschwister und Eltern wurden in verschiedene Ghettos deportiert und kamen den nationalsozialistischen Massenmorden zum Opfer. Das gesamte Familienv Vermögen wurde beschlagnahmt und auf ein Sonderkonto der Geheimen Staatspolizei überwiesen.
Heute erinnert ein Stolperstein vor dem ehemaligen Familienhaus in der Ostendorfstraße an Margarete Ferber und ihre Familie. Die Stolperstein-Aktion, initiiert von Gunter Demnig, ist eine zentrale Gedenkform, die das Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf in enger Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle und dem Vermessungsamt der Stadt pflegt. Über das Schicksal der Familie Manes hinaus dokumentiert die Einrichtung weitere biografische Spuren jüdischer Lebenswege, die durch die nationalsozialistische Gewaltherrschaft zerstört wurden.
Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf setzt sich kontinuierlich dafür ein, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus lebendig zu halten. Neben wissenschaftlicher Forschung, Bildungsarbeit und Ausstellungen bietet sie auch Raum für zeitgenössische Auseinandersetzungen mit Themen wie Diskriminierung, Flucht und Identität. Margarete Ferber steht dabei stellvertretend für unzählige Einzelschicksale, die im Zuge der nationalsozialistischen Verbrechen unwiderruflich zerstört wurden.
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Häufige Fragen zu Margarete Ferber
Wer war Margarete Ferber?
Quelle: website
Wann und wohin wurde Margarete Ferber deportiert?
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Welche Familie hatte Margarete Ferber?
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Was geschah mit der Familie von Margarete Ferber während der NS-Zeit?
Quelle: website