Museum

Stadtmuseum Erfurt "Haus zum Stockfisch"

Johannesstraße 169, 99084 Erfurt-Altstadt

Highlights

  • 1607 erbautes Waidhändlerhaus zeigt mittelalterliche Bürgerkultur und Ratsgeschichte Erfurts mit Konflikten in einer geistlich geprägten Stadt.
  • Rollstuhlgerechter Zugang, Parkplatz und WC ermöglichen barrierefreien Besuch des historischen Stadtmuseums in der Altstadt.
  • Ausstellungen zu Themen wie Erfurts jüdischer Geschichte, dem Unionsparlament 1850 oder der Druckerkunst ergänzen die Dauerpräsentation.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang erfolgt über einen rollstuhlgerechten Eingang und ermöglicht somit einen ungehinderten Besuch des Museums.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe, sodass Besucher mit eingeschränkter Mobilität die Ausstellung bequem erreichen können.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Erfurt-Altstadt: Museum Haus zum Stockfisch entdecken

Eingebettet in das historische Waidhändlerhaus von 1607, erzählt das Museum an seinem Standort in der Erfurter Altstadt von der Entwicklung einer mittelalterlichen Bürgerstadt, ihrer Ratsherrschaft und den Konflikten zwischen weltlicher und geistlicher Macht. Besonders prägend sind die Exponate zur jüdischen Geschichte, die in der Ausstellung *„Vom Erbe zum Welterbe“* die vielfältigen Facetten des jüdischen Lebens in Erfurt beleuchten.

Die Dauer- und Wechselausstellungen spannen einen weiten Bogen von der Frühgeschichte bis in die Moderne. So widmet sich etwa die Kabinettausstellung *„Meilenstein der deutschen Demokratiegeschichte – Das Erfurter Unionsparlament 1850“* einem zentralen Moment der politischen Geschichte, während *„Die Familie Benary und die Samenzucht in Erfurt“* Einblicke in das ungewöhnliche Erbe einer lokalen Unternehmerdynastie gibt. Auch Themen wie der Waidhandel – einst ein wirtschaftlicher Grundpfeiler der Stadt – oder die Rolle Erfurts als Druckereistandort werden lebendig präsentiert.

Besucher:innen erwartet ein barrierefreies Erlebnis: Der rollstuhlgerechte Zugang, ein ebenerdiger Parkplatz und ein behindertengerechtes WC machen das Museum für alle zugänglich. Die Ausstellungen reichen von archäologischen Funden über künstlerische Schätze bis hin zu historischen Fotografien, etwa in *„Erfurt in Farbe – Die 1950er und 1960er Jahre“*. Regelmäßig ergänzen Sonderausstellungen das Programm, wie die aktuelle Schau *„Das vergessene Parlament“* oder *„Willy Brandt – Freiheitskämpfer, Friedenskanzler, Brückenbauer“*, die persönliche und politische Geschichte der Stadt verbinden.

Das Haus selbst ist ein architektonisches Juwel: Seine Bauphasen vom 13. Jahrhundert bis ins 17. Jahrhundert spiegeln sich in den Räumen wider, die durch gezielte Restaurierungen ihre historische Authentizität bewahrt haben. Führungen bieten vertiefende Einblicke in die Sammlungen, während das benachbarte Druckereimuseum im Benary-Speicher weitere Einblicke in das kulturelle Erbe der Region gewährt. Ob als kulturelle Entdeckungsreise oder thematischer Tiefgang – das „Haus zum Stockfisch“ lädt dazu ein, Erfurt als lebendiges Geschichtsbuch zu erleben.

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