Kirche/Kloster

Kirche St. Marie

Azmannsdorfer Str. 25, 99198 Erfurt

Highlights

  • Die Severikirche in Erfurt ist eine gotische Hallenkirche auf dem Domberg.
  • Sie bildet mit dem Erfurter Dom ein architektonisches Wahrzeichen der Stadt.
  • In der Kirche ruhen die Gebeine des Heiligen Severus von Ravenna.

Tipps

  • Die Kirche St. Marie in Erfurt ist eine gotische Staffelhalle und steht direkt neben dem Erfurter Dom auf dem Domberg.
  • In der Kirche befindet sich der letzte Orgelbau des Meisters Johann Friedrich Schulze aus Paulinzella.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Kirche St. Marie

Die Kirche St. Marie in Erfurt ist ein bedeutendes Sakralgebäude mit einer langen Geschichte, das eng mit der Severikirche auf dem Domberg verbunden ist. Beide Kirchen bilden gemeinsam ein herausragendes architektonisches Ensemble und gelten als Wahrzeichen der Stadt. Die Kirche gehört zur evangelischen Kirche und steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Erfurter Dom. Sie ist eine Filialkirche der Pfarrei St. Laurentius Erfurt und gehört zum Dekanat Erfurt des Bistums Erfurt.

Der Kirchenbau geht auf eine alte St.-Pauls-Kirche zurück, deren Ursprünge jedoch unklar sind. Archäologische Ausgrabungen brachten keine konkreten Baureste zutage, weshalb die genaue Gründungszeit unbekannt bleibt. Im frühen Mittelalter wurde die Kirche mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Nach einem Brand im Jahr 1079/1080 erfolgte der Wiederaufbau in kleinerer Form. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Stelle zu einem wichtigen religiösen Zentrum mit mehreren Einrichtungen, darunter ein Kollegiatstift und eine bischöfliche Residenz.

Der heutige gotische Kirchenbau entstand ab dem späten 13. Jahrhundert und zählt zu den frühen Hallenkirchen Mitteldeutschlands. Die ursprüngliche romanische Basilika mit zwei Chören und Osttürmen wurde im Zuge des Umbaus überformt. Der neue Bau zeichnet sich durch eine fünfschiffige Staffelhalle aus, was ihn zu einem architektonischen Musterbeispiel macht. Besonders bemerkenswert ist der Sarkophag des Kirchenpatrons Severus von Ravenna, der in der Kirche ruht und von hohem künstlerischem Wert ist.

Die Kirche beherbergt zudem die letzte erhaltene Orgel des bedeutenden Orgelbauers Johann Friedrich Schulze aus Paulinzella, was sie zu einem kulturellen wie historischen Schatz macht. Besucher berichten von der besonderen Atmosphäre des schlichten, dennoch eindrucksvollen Innenraums, der mittelalterliche Plastiken und kunstvolle Details beinhaltet. Einige Bewertungen weisen darauf hin, dass die Kirche nicht immer zugänglich ist und eine Voranmeldung beim Büro empfehlenswert sein kann.

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