Laasphe-Kapelle
Highlights
- Die Laasphe-Kapelle an der Michaeliskirche in Erfurt wurde um 1500 vom Weihbischof Johannes Bonemilch gestiftet.
- Bonemilch, geboren in Bad Laasphe, war Professor, Rektor der Universität Erfurt und weihte 1507 Martin Luther zum Priester.
- Die spätgotische Kapelle zählt heute zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Stadt und erinnert an Bonemilchs Wirken.
Tipps
- Die Laasphe-Kapelle liegt direkt neben der Michaeliskirche und ist über eine schmale Gasse erreichbar.
- In der Kapelle finden sich historische Steinplatten mit Zeugnissen aus der Vergangenheit.
- Der Eingang zur Kapelle zeigt ein spätgotisches Tor mit Schmuckfeldern und figürlichen Darstellungen.
Eigenschaften
Kultur und Sakralbau in Laasphe-Kapelle, Erfurt
Die Laasphe-Kapelle in Erfurt ist eine kleine, denkmalgeschützte Sakralstätte direkt am Michaelsberg im Herzen der historischen Altstadt. Sie gehört zur Michaelskirche und wird auch als Dreifaltigkeitskapelle bezeichnet. Ihre Entstehung verdankt sie Johannes Bonemilch von Laasphe, einem einflussreichen Theologen, Weihbischof und mehrfachen Rektor der Erfurter Universität. Bonemilch, der aus dem nahe gelegenen Bad Laasphe stammte, ließ die Kapelle um das Jahr 1500 als Stiftung errichten und schuf damit ein kleines architektonisches Kleinod in spätgotischem Stil.
Die Kapelle liegt unauffällig zwischen dem Turm der Michaelskirche und dem historischen Gebäude „Zum Güldenen Krönbacken“, in dem Bonemilch selbst einst wohnte. Ihr schlichter, dennoch filigraner Aufbau zeichnet sich durch ein spätgotisches Eingangstor aus, das an das benachbarte Collegium maius erinnert. Besonders bemerkenswert sind die plastischen Schmuckelemente im Erker: In der Mitte kniet der Stifter Bonemilch vor einer Mondsichel-Madonna, flankiert von den Heiligen Michael und Katharina. Diese kunstvolle Ausschmückung unterstreicht die Bedeutung der Kapelle als Zeugnis spätmittelalterlicher Frömmigkeit und Stifterkunst.
Heute dient die Laasphe-Kapelle als „Raum der Stille“ und lädt zur Besinnung und Reflexion ein. Obwohl sie klein und schlicht wirkt, birgt sie zahlreiche Zeugnisse der Stadt- und Geistesgeschichte. Sie erinnert nicht nur an Johannes Bonemilch, sondern auch an die enge Verzahnung von Universität, Kirche und Stadt im späten Mittelalter. Bonemilch selbst wurde nach seinem Tod 1510 im Erfurter Dom beigesetzt, wo sein Grabmal bis heute erhalten ist. Zu seinen Ehren erinnern mehrere Gedenkstellen in Erfurt und Bad Laasphe an sein Wirken, darunter eine bronzene Gedenktafel an der Kapelle selbst.
Die Laasphe-Kapelle ist ein stiller Ort inmitten der lebendigen Altstadt und doch ein eindrucksvolles Zeugnis der reformatorischen Zeit. Sie verbindet auf engstem Raum Kirchengeschichte, Universitätskultur und Persönlichkeiten, die maßgeblich an der geistigen Entwicklung Mitteleuropas beteiligt waren. Wer die Kapelle besucht, erhält Einblicke in eine Zeit, in der Erfurt als Zentrum des Wissens und der Frömmigkeit einen bedeutenden Platz im Heiligen Römischen Reich einnahm.
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Häufige Fragen zu Laasphe-Kapelle
Wer war Johannes Bonemilch und welchen Bezug hatte er zur Laasphe-Kapelle?
Quelle: wikipedia
Wo befindet sich die Laasphe-Kapelle und was ist ihr architektonischer Stil?
Quelle: website
Welche Rolle spielte Johannes Bonemilch bei Martin Luther?
Quelle: website
Was ist heute aus der Laasphe-Kapelle geworden?
Quelle: website
Gibt es Gedenktafeln oder Straßen in Erfurt, die an Johannes Bonemilch erinnern?
Quelle: website