Naturkundemuseum
Highlights
- Das Naturkundemuseum Erfurt befindet sich in einem historischen Waidspeicher aus dem Jahr 1577.
- Im Atrium des Museums steht eine 350 Jahre alte Stieleiche, die durch mehrere Stockwerke ragt.
- Das Museum zeigt ständige und wechselnde Ausstellungen zur Tier-, Pflanzen- und Erdgeschichte.
Eigenschaften
Über Naturkundemuseum
Das Naturkundemuseum in Erfurt zählt zu den besonderen kulturellen und naturkundlichen Highlights der thüringischen Landeshauptstadt. Inmitten der Innenstadt beherbergt es im historischen Ambiente eines ehemaligen Waidspeichers aus dem 16. Jahrhundert eine umfangreiche Sammlung zur regionalen Naturgeschichte. Die Räumlichkeiten erstrecken sich über mehrere Ebenen und bieten Besucherinnen und Besuchern ein vielseitiges und lehrreiches Erlebnis für alle Altersgruppen. Besonders eindrucksvoll ist die zentrale Stieleiche, die sich durch das gesamte Gebäude zieht – von den Wurzeln im Erdgeschoss bis zur Krone im oberen Stockwerk. Dieser rund 14 Meter hohe Baum, der einst im Erfurter Stadtwald wuchs, bildet das Herzstück des Museums und verbindet Natur und Architektur auf eindrucksvolle Weise.
Die ständigen Ausstellungen führen durch verschiedene Lebensräume wie Wald, Feld und Stadt und beleuchten auch die faszinierende Erdgeschichte der Region. Neben präparierten Tieren, botanischen Exponaten und informativen Darstellungen wird auch die Thematik der Biodiversität anschaulich vermittelt. Eine der beliebtesten Attraktionen ist die im Keller untergebrachte Nachbildung der Arche Noah, in der zahlreiche Tierarten liebevoll präsentiert sind – ein Highlight besonders für Familien mit Kindern. Hinzu kommen wechselnde Sonderausstellungen, die sich thematisch mit aktuellen naturkundlichen Forschungen und Phänomenen beschäftigen, wie zum Beispiel die Biodiversität im Himalaya oder die faszinierende Welt der Insekten.
Die Sammlungen des Museums basieren auf privaten Schenkungen sowie eigenständigen Forschungen, darunter auch die umfangreiche Mineraliensammlung von Godehard Schwethelm. Diese umfasst über 6500 Mineralstücke, die in einem eindrucksvollen Kellergewölbe gezeigt werden. Die Gründung des Museums geht auf das Jahr 1922 zurück, als es zunächst im sogenannten „Haus zum Stockfisch“ eröffnet wurde. Nach einer Schließung in den 1960er Jahren und einer mehrjährigen Bauzeit wurde es 1995 in seiner heutigen Form im historischen Speicherhaus in der Großen Arche wiedereröffnet. Seitdem hat es sich zu einer festen Größe im kulturellen Leben Erfurts entwickelt.
Ein aktiver Förderverein unterstützt das Museum in seiner Bildungs- und Forschungsarbeit und trägt dazu bei, dass die naturkundlichen Sammlungen gepflegt und weiterentwickelt werden. Mit seinem abwechslungsreichen Angebot, der familienfreundlichen Gestaltung und der Verbindung von Wissenschaft und Anschaulichkeit ist das Naturkundemuseum ein lohnenswertes Ausflugsziel für Jung und Alt. Es lädt dazu ein, die Natur Thüringens und darüber hinaus auf neue und spannende Weise zu entdecken – mitten in der historischen Altstadt von Erfurt.