Heilig Geist
Eigenschaften
Kultur und Museen in Heilig Geist, Landshut – Ausflugstipps für Geschichte und K
Die Heilig-Geist-Kirche in Landshut ist eine eindrucksvolle spätgotische Hallenkirche in der historischen Altstadt. Als Nebenkirche der Pfarrei St. Martin gilt sie heute als kultureller Veranstaltungsort und wird von der Stadt Landshut verwaltet. Das Bauwerk entstand nach Plänen des bedeutenden Baumeisters Hans von Burghausen und wurde über mehrere Jahrzehnte errichtet. Heute dient die Kirche vor allem als Ausstellungsraum für Museen der Stadt, ohne jedoch profaniert worden zu sein. Einmal jährlich wird das Patrozinium mit einer Messe am Pfingstmontag gewürdigt.
Architektonisch bildet die Heilig-Geist-Kirche den nördlichen Abschluss der Altstadt und liegt nur wenige Meter von der Großen Isar entfernt. Unmittelbar angrenzend befindet sich der sogenannte Postplatz, benannt nach dem ehemaligen östlich gelegenen Gebäude. Die Brücke über die Isar, welche die Altstadt mit der Zweibrückenstraße verbindet, trägt den Namen Heilig-Geist-Brücke. Ebenfalls nach der Kirche benannt ist die Heilig-Geist-Gasse, die östlich der Kirchenachse verläuft. Auf der gegenüberliegenden Seite der Altstadt steht das Heilig-Geist-Spital, das seit seiner Gründung im Mittelalter eng mit der Kirche verbunden ist.
Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück: An der Stelle des heutigen Gebäudes stand einst eine romanische Basilika aus dem frühen 13. Jahrhundert, die mit dem Spital in Verbindung stand. Bei Sanierungsarbeiten in den 1990er Jahren wurden Teile dieses Vorgängerbaus entdeckt. Nachdem die alte Kirche Anfang des 15. Jahrhunderts abgebrochen worden war, begann der Neubau unter der Leitung von Hans von Burghausen. Nach dessen Tod wurde der Bau von Hans Stethaimer fortgeführt und schließlich Mitte des Jahrhunderts vollendet. Zeugnis davon ist eine Inschrift am Schlussstein des Mittelschiffgewölbes.
Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr die Kirche mehrere Umbauten. Viele barocke Ausstattungsteile wurden Ende des 19. Jahrhunderts durch neugotische Elemente ersetzt, die wiederum in den 1960er Jahren größtenteils entfernt wurden. Der letzte Altar stammt von dem Bildhauer Fritz Koenig aus Ganslberg. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bei der Sprengung der benachbarten Heilig-Geist-Brücke schwer beschädigt. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten zwischen 1992 und 1998 ist das Bauwerk heute nahezu originalgetreu restauriert. Ursprünglich drohte der Einsturz durch faulende Holzpfähle im Fundament, was den umfangreichen Restaurierungsbedarf begründete.
Heute lädt die Heilig-Geist-Kirche als kulturhistorischer Ort zu Besuchen ein. Ihre ruhige Lage direkt am Fluss, die Verbindung zur historischen Spitalanlage sowie die wechselnden Ausstellungen machen sie zu einem lohnenswerten Ausflugsziel in Landshut. Mit einem durchschnittlichen Bewertung von 4,6 von 5 Sternen bei über 200 Bewertungen zählt sie zu den besonders gut bewerteten Kulturorten der Region.