Pfarramt St. Marien Viersen
Highlights
- Denkmalgeschützte Kirche aus den 1950ern mit traditionalistischem Backsteinbau nach Plänen von Adam und Walter Dickmann.
- Rollstuhlgerechter Zugang und Parkplatz; Altartisch aus poliertem Eifeler Blaustein mit 1954er-Mosaik der Heiligen Dreifaltigkeit.
- Seitliche Farbfenster zeigen Symbole aus dem Marienleben; Hofbebauung wie Kindergarten nicht unter Denkmalschutz.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen barrierefreien Zugang zur Kirche für alle Besucher.
- Ein Parkplatz mit Rollstuhlgerechtigkeit steht in unmittelbarer Nähe des Pfarramts zur Verfügung.
- Die Kirche zeigt den traditionellen Backsteinbau aus den 1950er-Jahren als historisches Bauwerk der Nachkriegszeit.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in Viersen: Pfarramt St. Marien
Das Pfarramt St. Marien in Viersen ist ein prägendes Bauwerk der lokalen Sakralarchitektur und ein bedeutendes Zeugnis des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Gebäude, entworfen von den Architekten Adam und Walter Dickmann aus Düsseldorf, verkörpert den traditionellen Backsteinbau-Stil der 1950er-Jahre und steht seit Ende 2007 unter Denkmalschutz. Mit seiner klaren, nach außen sehr konservativen Fassade gilt es als anschauliches Beispiel für den Kirchenbau dieser Zeit, der sich an historischen Vorbildern orientierte.
Die Planung der Kirche war nicht ohne Herausforderungen: Schon in den frühen Planungen gab es Überlegungen, den Seelsorgebezirk Hamm abzutrennen, und während des Baus wurden Details wie der Turm oder der Ostgiebel mehrfach überarbeitet. Ursprünglich sollte hier ein Rosettenfenster integriert werden, das schließlich nicht umgesetzt wurde. Dennoch bleibt die Kirche ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von Funktionalität und traditioneller Formensprache – ein Merkmal, das sie bis heute auszeichnet.
Im Inneren beeindruckt vor allem der originale Altartisch aus poliertem Eifeler Blaustein, der durch seine Materialität und Verarbeitung besticht. Dahinter thront ein Mosaik der Heiligen Dreifaltigkeit aus dem Jahr 1954, das sich harmonisch in den Raum einfügt. Ergänzt wird es von einem großen Farbfenster mit Symbolen aus dem Marienleben, das ebenfalls aus dieser Zeit stammt und die Kirche mit farbenfrohen, spirituellen Motiven bereichert.
Das Pfarramt St. Marien ist nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein architektonisches Juwel mit barrierefreiem Zugang. Der rollstuhlgerechte Eingang und der entsprechende Parkplatz machen das Gebäude für alle Besucher zugänglich. Die angeschlossene Hofbebauung, wie etwa der Kindergarten, steht zwar nicht unter Denkmalschutz, doch sie ergänzt das Ensemble als Teil der historischen Nutzung des Geländes.
Mit seiner geschichtsträchtigen Bausubstanz und der gelungenen Verbindung von Tradition und Moderne ist das Pfarramt St. Marien ein lohnenswertes Ziel für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte. Es bietet nicht nur einen Einblick in die Kirchenbaukunst der Nachkriegszeit, sondern auch in die spirituelle und soziale Entwicklung der Region.