Hausmuseum Otzenrath
Highlights
- Das Hausmuseum Otzenrath in Jüchen zeigt Alltag und Kunst in einem ehemaligen Jugendstil-Pfarrhaus aus 1903.
- Gegründet 1992, dokumentiert es die Geschichte der umgesiedelten Gemeinschaft und regionale Kultur mit umfangreichen Sammlungen.
- Es bietet ein lebendiges Museumsprogramm mit Kinderküche, Grafikwerkstatt und dem renommierten Otzenrath-Stipendium.
Tipps
- Das Hausmuseum Otzenrath befindet sich in einem historischen Jugendstil-Pfarrhaus aus dem Jahr 1903 in Hochneukirch.
- Das Museum zeigt Alltagsgegenstände, Grafiken, Fotos und eine Sprachsammlung zur Geschichte der Region Alt-Otzenrath.
- Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte an regionaler Kultur, Umsiedlungsgeschichte und Volkskunde.
Eigenschaften
Über Hausmuseum Otzenrath
Das Hausmuseum Otzenrath befindet sich im Ortsteil Hochneukirch der Gemeinde Jüchen im Rhein-Kreis Neuss. Es wurde ursprünglich 1992 in Alt-Otzenrath gegründet und später, im Zuge der Umsiedlung des Dorfes, in das benachbarte Hochneukirch verlegt. Seitdem ist es in einem leerstehenden Jugendstil-Pfarrhaus aus dem Jahr 1903 untergebracht, das unter Denkmalschutz steht. Die Gründung erfolgte durch Inge Broska und Hans-Jörg Tauchert mit dem Ziel, Alltag und Kunst der Region zu sammeln, zu bewahren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Das Museum verfolgt klassische Museumsziele wie Sammeln, Dokumentieren und Präsentieren, ergänzt durch ein aktives kulturelles Programm. Neben Ausstellungen bietet das Hausmuseum pädagogische und künstlerische Angebote, etwa für Schulen und Kindergartengruppen. Dazu gehören eine Kinderküche, eine Grafikwerkstatt sowie individuelle Kunstberatung. Ein besonderes Engagement zeigt sich auch in der Vergabe des Otzenrath-Stipendiums, das künstlerische und kulturelle Projekte fördert.
Die Sammlungen des Museums sind vielfältig und spiegeln das Leben in der ehemaligen Gemeinschaft wider. Dazu gehören eine umfangreiche Kunstsammlung mit Grafiken, Zeichnungen und Arbeiten von Kindern, die sich teilweise mit der Thematik der Umsiedlung auseinandersetzen. Eine Gerätesammlung zeigt Gebrauchsgegenstände, Küchen- und Gartengeräte sowie Werkzeuge aus früheren Zeiten und vermittelt einen Einblick in die Lebensweise der Region. Hinzu kommen eine Fotosammlung, eine Sprachsammlung mit Dialektworten und Redewendungen aus Alt-Otzenrath sowie eine Schriftensammlung mit Briefen, Kochbüchern, Rezepten und Alltagsdokumenten. Ergänzt wird das Angebot durch eine Film- und Tondokumentation sowie ein Scherbenmuseum und eine Bibliothek.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Erinnerungskultur rund um die Zerstörung und Umsiedlung mehrerer Dörfer im rheinischen Braunkohlenrevier. Die Dokumentation umfasst unter anderem Bilder und Erinnerungen aus den Gemeinden Borschemich, Immerath, Garzweiler, Pesch und Holz. Im Museumsgarten werden zudem alte Gartengeräte und historische Gefäße ausgestellt. Diese vielschichtige Zusammenstellung macht das Hausmuseum zu einem Ort, der sowohl Geschichte bewahrt als auch kulturellen Austausch fördert.