Denkmal/Gedenkstätte

Burg Ampleben

Elmstraße 1, 38170 Kneitlingen

Highlights

  • Burg Ampleben liegt im Ortsteil Ampleben der Gemeinde Kneitlingen im Landkreis Wolfenbüttel.
  • Die Burg wurde um 1100 bis 1200 erbaut und war Sitz der Familie von Ampleben.
  • Heute befindet sich auf dem Burgstall ein Herrenhaus aus den 1790er Jahren.

Tipps

  • Die Burg Ampleben liegt am Fuße des Elm und ist über einen gepflasterten Weg erreichbar.
  • Ein Teil des ursprünglichen Wassergrabens ist nordwestlich des Herrenhauses noch erhalten.
  • Das Gelände eignet sich für historisch interessierte Spaziergänge in ruhiger Umgebung.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Burg Ampleben

Die Burg Ampleben, auch als Schloss Ampleben bekannt, befindet sich im Ortsteil Ampleben der Gemeinde Kneitlingen im Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen. Die Anlage wurde im Hochmittelalter errichtet und zählt heute zu den abgegangenen Burgen der Region. Ursprünglich am südwestlichen Rand des Dorfes am Fuße des Elm gelegen, erstreckt sich die Burgstelle auf einer leicht erhöhten Fläche von etwa 50 mal 70 Metern. Heute steht an dieser Stelle ein Gutshaus, während sich nordwestlich davon ein etwa 30 Meter langer und 15 Meter breiter Teil eines ehemaligen Wassergrabens erhalten hat.

Die Burg war im Besitz der adeligen Familie von Ampleben, deren Name erstmals Ende des 12. Jahrhunderts urkundlich belegt ist. Erste Erwähnung der Anlage selbst erfolgte einige Jahrzehnte später, als Herzog Otto die Burg als Lehen an einen Angehörigen der erbauenden Familie verlieh. Im Laufe der Zeit wechselte der Besitz mehrfach; unter anderem gelangte die Burg durch Verpfändung an die Familie von Uetze. Die Anlage wurde im 15. Jahrhundert von Bürgern aus Braunschweig und Magdeburg zerstört, da sie wegen räuberischer Handlungen als sogenanntes Raubschloss galt. Kurz darauf kaufte die Stadt Braunschweig die Burg auf.

Ein Wiederaufbau der Anlage erfolgte vermutlich im 16. Jahrhundert in Form eines Schlosses. Die neue Anlage war quadratisch angelegt und von einem Wassergraben umgeben. Sie umfasste Wirtschaftsgebäude im Norden sowie einen Schlossbau aus zwei rechtwinklig angeordneten Flügeln. In den 1790er Jahren wurde an derselben Stelle das heute erhaltene Herrenhaus errichtet, das das ehemalige Schloss ablöste. Die Bauweise orientierte sich an der Tradition der vorhergehenden Bauten und nutzte regionalen Elmkalkstein.

Die Burg Ampleben ist auch durch ihre Verbindung zur Sage um Till Eulenspiegel bekannt. Der Volksheld soll um das Jahr 1300 geboren worden sein und in der Schlosskapelle getauft worden sein. Als Taufpate wird der Raubritter Till von Uetze genannt, der zeitweise mit der Burg in Verbindung stand. Diese Verknüpfung zur Volkskunde trägt zur kulturellen Bedeutung der Stelle bei und verweist auf ihre Rolle im mittelalterlichen Braunschweiger Land.

Heute ist von der ursprünglichen Burganlage nur noch der Burgstall sichtbar, begleitet von Resten des Grabensystems. Eine Flurkarte aus dem 18. Jahrhundert zeigt noch die quadratische Struktur der späteren Schlossanlage. Die heutige Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, während das Herrenhaus als Zeugnis der späten Bauphase erhalten geblieben ist. Die Burg Ampleben gilt als wichtiger Bestandteil der regionalen Burgenlandschaft und wird im Denkmalatlas Niedersachsen sowie in wissenschaftlichen Arbeiten zur Burgenforschung erwähnt.

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