Kreuzweg
Highlights
- Der Kreuzweg in Kirchhaslach wurde 1738 genehmigt und 1740 eingeweiht.
- Die Anlage umfasst elf Kapellen und einen achteckigen Zentralbau um einen historischen Friedhof.
- Die Kapellen stammen aus dem 18. Jahrhundert und sind mit Figuren aus derselben Zeit ausgestattet.
Tipps
- Der Kreuzweg in Kirchhaslach besteht aus elf Kapellen und einer achteckigen Zentralbau-Anlage, die denkmalgeschützt ist.
- Die Stationen sind kreisförmig angeordnet, jede mit einer etwa einen Meter großen Figur aus dem Jahr 1740.
- In den Zwischenräumen der Kapellen befindet sich ein eingesegneter Friedhof, der 1830 entstand.
Eigenschaften
Über Kreuzweg
Der Kreuzweg in Breitenbrunn-Baumgärtle ist eine bedeutende sakrale Anlage im Landkreis Unterallgäu in Bayern. Errichtet im 18. Jahrhundert, zählt er heute zu den geschützten Kulturdenkmälern der Region. Die Anlage besteht aus insgesamt elf Kapellen, die kreisförmig um einen achteckigen Zentralbau angeordnet sind. Dieser Zentralbau ist die St.-Anna-Kapelle und bildet zugleich die zwölfte Station des Kreuzwegs. Die gesamte Anlage ist von einer Mauer umgeben, die den sakralen Charakter des Ortes unterstreicht und ihn räumlich abgrenzt.
Die Entstehung des Kreuzwegs geht auf eine Bischofsverfügung aus dem Jahr 1738 zurück, die die Errichtung einer solchen Anlage in Kirchhaslach genehmigte. Zwei Jahre später erfolgte die Weihe durch P. Bonifaz Schmidt, den Superior des Franziskanerklosters aus Baumgärtle. Die Stiftung des Kreuzwegs erfolgte durch Matthias Vogt, das erste Benefiziat von Kirchhaslach. Im Jahr 1798 wurden Reparaturen durch Josef Anton Fürst ausgeführt. In den Zwischenräumen der kreisförmigen Anordnung der Kapellen wurde 1830 ein Friedhof eingesegnet, was die Funktion des Ortes als Andachts- und Gedenkstätte weiter erweiterte.
Architektonisch sind die elf Stationen des Kreuzwegs als schlichte, querrechteckige Gebäude mit Sockel ausgeführt. Die Eingänge zu den Kapellen bestehen aus vergitterten, tonnengewölbten Rundbogennischen. Die Dächer sind mit Satteldächern versehen. Im Giebel jeder Kapelle ist eine kleine Vierpassblende angebracht, in der die jeweilige Stationsnummer in römischen Ziffern dargestellt ist. Die Figuren in den Stationen sind etwa einen Meter hoch und stammen aus der Zeit der Errichtung der Anlage. Sie tragen zur stimmungsvollen Atmosphäre bei und verdeutlichen den leidensgeschichtlichen Bezug des Kreuzwegs.
Der Kreuzweg in Breitenbrunn-Baumgärtle ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein kulturhistorisch wertvolles Ensemble. Die Anlage spiegelt den barocken Sakralbaustil des 18. Jahrhunderts wider und zeigt die Verbindung von Architektur, Kunst und Religiosität in der Region. Die stille, kreisförmige Anordnung der Stationen lädt zur Besinnung und Meditation ein. Die Denkmalgeschütztheit unterstreicht die Bedeutung des Kreuzwegs als kulturelles Erbe im Landkreis Unterallgäu.