Kitzstein
Highlights
- Der Kitzstein ist mit 1398 Metern der höchste Gipfel des Heubergs bei Nußdorf am Inn.
- Er gehört zu den Chiemgauer Alpen und erfordert Trittsicherheit in ausgesetztem Gelände.
- Vom Gipfel erstreckt sich der Blick ins Inntal sowie ins Mangfallgebirge.
Tipps
- Besonders früh oder spät im Jahr weniger Besucher – ruhigere Atmosphäre genießen.
Eigenschaften
Über Kitzstein
Der Kitzstein ist mit 1398 Metern der höchste Gipfel des Heubergs und zählt zu den markanten Berggipfeln im Landkreis Rosenheim in Bayern. Er liegt am Rande des Inntals nahe Nußdorf am Inn und gehört zu den Chiemgauer Alpen. Der Aufstieg zum Gipfel verlangt Trittsicherheit, insbesondere in ausgesetztem Gelände, und führt teilweise auf schmalen Pfaden, bei denen die Hände aus den Taschen genommen werden sollten. Der Weg ist jedoch nicht technisch anspruchsvoll und eignet sich für erfahrene Wanderer sowie ambitionierte Freizeitwanderer.
Vom Gipfel des Kitzstein aus erstreckt sich eine beeindruckende Aussicht über das Inntal bis hin zum Kranzhorn und ins Mangfallgebirge. Die Runde auf den Kitzstein gilt als beliebtes Ausflugsziel, insbesondere für einen spontanen Feierabend-Ausflug. Der Anstieg erfolgt häufig über die Daffneralmen, die sich auf etwa 1060 Metern Höhe befinden und ganzjährig bewirtschaftet werden. Von dort aus dauert der Aufstieg zum Gipfel etwa 45 Minuten. Alternativ kann der Weg vom Wanderparkplatz Schweibern eingeschlagen werden, was eine Gehzeit von rund eineinviertel Stunden bis zum Gipfel bedeutet. Der Weg ab den Almen ist stark begangen und kann bei feuchtem Wetter sehr matschig und rutschig werden.
Der Kitzstein ist Teil des viergipfligen Heubergs, dessen Name auf eine grasige Fläche zwischen Kitzstein und Wasserwand zurückgeht, die früher den Bauern als Heuwiese diente. Die umliegenden Wiesen und Wälder sind artenreich und bieten Blumenfreunden besonders nach der Schneeschmelze viel zu entdecken, darunter seltene Pflanzenarten wie Türkenbund oder Frauenschuh. Auf den Almwiesen blühen zu Beginn der Saison unter anderem weiße und lila Krokusse.
Im Umfeld des Heubergs, zu dem auch der Kitzstein gehört, befindet sich seit den 1960er Jahren der Steinbruch Nußdorf des Portland-Zementwerks Rohrdorf. Die Abbauaktivitäten haben in der Vergangenheit zu erheblichen Umwelt- und Landschaftskonflikten geführt. Die Gemeinde Nußdorf hat mehrfach gegen die Erweiterung des Steinbruchs geklagt, um den Berg und seine natürliche Umgebung zu schützen. Bürgerinitiativen und Naturschutzverbände unterstützen diese Bemühungen, um das landschaftliche und ökologische Erbe des Gebiets langfristig zu bewahren.