Museum

Klangkörper Musikinstrumentensammlung

Schulberg 2, 72127 Tübingen

Highlights

  • Die Tübinger Musikinstrumentensammlung ‚Klangkörper‘ umfasst historische Blasinstrumente vom 18. bis frühen 20. Jahrhundert, restaurierte Vitrinen aus dem Museum der Universität Tübingen.
  • Die Sammlung wurde durch den Blasinstrumentenforscher Karl Ventzke (1933–2005) aufgebaut und dient Forschung, Lehre und Ausstellung – inkl. Leihgaben wie Klarinetten von Sabine Meyer und Reiner Wehle.
  • Höhepunkte sind seltene Stücke wie ein Klarinettenmodell von Charles Kretzschmann (1777–1870) und Instrumente der Werkstatt Auguste Bonneville (ab 1896) aus dem MWI-Bestand.

Tipps

  • Die Vitrinen der Sammlung zeigen originale Blasinstrumente aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert mit Fokus auf historische Bauformen und Materialien.
  • Die Präsentation der Klarinette in Zusammenarbeit mit Sabine Meyer und Reiner Wehle ermöglicht Einblicke in historische Spieltechniken und Klangentwicklung.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Klangkörper – Musikmuseum Tübingen entdecken

Die Musikinstrumentensammlung „Klangkörper“ in Tübingen ist eine einzigartige Sammlung historischer Blasinstrumente, die vor allem aus dem Nachlass des Musikwissenschaftlers und Sammlers Karl Ventzke (1933–2005) stammt. Ventzke widmete sich intensiv der Erforschung von Blasinstrumenten des 19. Jahrhunderts und schuf damit eine wertvolle Grundlage für Forschung und Lehre. Die Sammlung wird heute vom Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Tübingen betreut und bietet einen faszinierenden Einblick in die Entwicklung des Blasinstrumentenbaus vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert.

Besonders hervorzuheben sind die originalgetreu restaurierten Vitrinen, die seit 2023 im Rahmen einer Kooperation mit dem Museum der Universität Tübingen (MUT) der Öffentlichkeit zugänglich sind. Hier werden seltene Exponate wie Werke der Instrumentenwerkstätten von Charles Kretzschmann (deutsch, 1777–1870) oder Auguste Bonneville (französisch, gegründet 1896) präsentiert. Diese Stücke illustrieren die handwerkliche Meisterschaft und technologischen Fortschritte der Epoche – von präzisen Holzblasinstrumenten bis zu innovativen Metallkonstruktionen.

Ein besonderes Highlight ist die Leihgabe der renommierten Klarinettistinnen Sabine Meyer und Reiner Wehle, die der Sammlung historische Klarinetten zur Verfügung stellen. Diese Instrumente ermöglichen nicht nur wissenschaftliche Analysen, sondern auch musikalische Aufführungen, die die Klangvielfalt vergangener Epochen erlebbar machen. Die Sammlung ist damit nicht nur ein Archiv seltener Objekte, sondern auch ein lebendiges Zeugnis musikalischer Traditionen.

Neben den Blasinstrumenten umfasst der Bestand des Musikwissenschaftlichen Instituts weitere Schätze wie die Schallplattensammlung der Musikwissenschaft, das Schwäbische Landesmusikarchiv (LMA), die Porträtsammlung Goldberg sowie das August-Halm-Archiv. Diese Bestände ergänzen die Instrumentensammlung und bieten ein umfassendes Bild zur Musikgeschichte der Region. Die Präsentation im historischen Kontext der Universität Tübingen unterstreicht dabei den Bezug zur regionalen und überregionalen Musikkultur.

Die Sammlung „Klangkörper“ ist damit ein unverzichtbarer Ort für Musikinteressierte, Forscher und Kulturbegeisterte. Sie verbindet handwerkliche Kunst, historische Forschung und musikalische Praxis – und lädt dazu ein, die Entwicklung der Blasinstrumente von ihrer Entstehungszeit bis in die Moderne nachzuvollziehen. Ein Besuch bietet nicht nur einen Einblick in die Vielfalt vergangener Klänge, sondern auch in die kulturelle Bedeutung von Musik als Teil der regionalen Identität.

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