Kirche/Kloster

Mariä Himmelfahrt

K7574, 88416 Steinhausen an der Rottum

Highlights

  • Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Steinhausen an der Rottum ist eine ehemalige Reichsabteikirche und heute Pfarrkirche.
  • Sie wurde 1497 gotisch erbaut und nach Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg barock umgestaltet.
  • Im Kirchenfriedhof steht ein Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege mit Werken der Bildhauer Deibele und Schädler.

Tipps

  • Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt ist eine zweischiffige Hallenkirche mit barockem Innenraum und auffälligem Turm mit Zwiebelhelm.
  • Der Friedhof rund um die Kirche ist von einer Mauer umgeben und beherbergt ein Ehrenmal für Kriegsopfer.
  • Das Pfarrhaus neben der Kirche stammt aus dem Jahr 1710 und liegt in direkter Nachbarschaft zur Kirche.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Mariä Himmelfahrt

Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Steinhausen an der Rottum ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk im Landkreis Biberach in Oberschwaben. Sie dient als Pfarrkirche der Gemeinde und war einst eine der zentralen Wallfahrtsstätten der Reichsabtei Ochsenhausen. Die Kirche ist Teil der Seelsorgeeinheit 3a St. Benedikt Ochsenhausen und liegt inmitten einer von einer Mauer umschlossenen Friedhofsanlage, in der sich auch Ehrenmale für die Opfer beider Weltkriege befinden.

Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück. Bereits im 13. Jahrhundert wird eine Kirche in der Gegend erwähnt, die allerdings zeitweise verlassen wurde. Im Jahr 1392 kam Steinhausen in den Besitz des Benediktinerklosters Ochsenhausen, das später im 15. Jahrhundert einen spätgotischen Kirchenneubau initiierte. Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wurde das Gotteshaus mehrfach geplündert und schließlich im Barockstil wieder aufgebaut, wobei lediglich der ursprüngliche Turm erhielt wurde. Die heutige Struktur zeigt deutliche Merkmale des frühen Barocks, darunter einen zweischiffigen Hallenraum mit pilasterverzierten Pfeilern.

Die Kirche selbst ist imposant mit einer Länge von 72 Metern, einer Breite von 16 Metern und einer Höhe von 11 Metern. Ihr Langhaus wird durch sechs Rundbogenfenster gegliedert und wird von einem achteckigen Glockenturm mit Zwiebelhelm gekrönt. Besonders bemerkenswert sind die Altargemälde des Memminger Malers Johann Heiss. Ein weiteres Highlight ist die historische Pietà-Skulptur aus dem 14. Jahrhundert, die einst als Wallfahrtsattraktion große Verehrung fand und für über dreihundert dokumentierte Gebetserhörungen bekannt ist. Die Darstellung zeigt den leblosen Christus mit sichtbaren Wunden in den Armen der Mutter Maria.

Im Außenbereich der Kirche erinnert eine Gedenktafel an Pfarrer Raimund Mattes, der von 1879 bis 1914 geistlich wirkte. Auf dem umfriedeten Kirchhof stehen zudem zwei Kriegsehrenmale: eines für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, geschaffen 1919 von Bildhauer Karl Deibele, sowie ein weiteres für das Zweite Weltkrieg, errichtet 1952 durch Richard Schädler. Diese Mahnmale unterstreichen die historische Verankerung der Kirche im Leben der Gemeinde.

Besucher loben die Kirche als eine der schönsten Dorfkirchen der Region, auch wenn nicht jeder Besucher von ihrem Erscheinungsbild überzeugt ist. Mit einer Bewertung von 4,5 von 5 Sternen bei drei Bewertungen auf Google gehört die Kirche Mariä Himmelfahrt zu den gehobenen sakralen Ausflugszielen in Steinhausen an der Rottum. Sie verbindet auf eindrucksvolle Weise Architektur, Geschichte und Gläubigkeit und lädt sowohl zur Besinnung als auch zur historischen Entdeckung ein.

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