Gerold Jäggle, Freier Bildhauer
Highlights
- Gerold Jäggle, freier Bildhauer, arbeitet seit 1970 in Oberschwaben und zeigt Werke in Galerien wie der Galerie Schrade (Mochental, 2014) und Galerie Henn (Stuttgart, 2016).
- Seine Skulpturen wie ‚Brezeltisch‘ (2017) oder ‚Barocke Köpfe‘ (2021) sind in Ausstellungen zu sehen, aber nicht zum Verkauf. Themen: Dorfgeschichte und gesellschaftlicher Wandel.
Tipps
- Die Werke zeigen thematische Schwerpunkte wie historische Entwicklungen und gesellschaftliche Prozesse in ländlichen Regionen.
- Besucher finden in den Skulpturen eine Verbindung von Alltagsmotiven und kritischen gesellschaftlichen Bezügen.
- Die Ausstellungsstücke bieten Einblicke in die künstlerische Auseinandersetzung mit regionaler Geschichte und Identität.
Eigenschaften
Bildhauer Gerold Jäggle – Kunst in Ertingen
In Ertingen, einem malerischen Ort im Herzen Oberschwabens, hat der freischaffende Bildhauer Gerold Jäggle mit seiner künstlerischen Arbeit eine einzigartige Verbindung zwischen regionaler Identität und zeitkritischer Skulptur geschaffen. Seit den 1970er-Jahren prägt er als Bildhauer die Landschaft und den kulturellen Diskurs der Region – stets mit einem besonderen Fokus auf die plastische Darstellung von Alltag, Geschichte und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Jäggles Werk zeichnet sich durch eine prägnante Formensprache aus, die oft Alltagsgegenstände oder lokale Motive aufgreift und ihnen eine neue, provokante oder poetische Dimension verleiht. Besonders bekannt sind seine Arbeiten wie der „Brezeltisch“ oder der „Kanal Dialäkt“, die mit humorvoller Ironie und zugleich scharfer Gesellschaftskritik aufspielen. Doch sein künstlerisches Spektrum reicht weit über das Komische hinaus: In der Ausstellung „Barocke Köpfe“ zeigt er etwa, wie er historische und kulturelle Strömungen – etwa die barocke Tradition – mit modernen Perspektiven neu interpretiert.
Ein zentrales Thema in Jäggles Werk ist die Auseinandersetzung mit der regionalen Geschichte, insbesondere mit der Entwicklung seiner Heimat, dem Wasserburger Dorf am Bodensee. Seine Skulpturen beleuchten dort, wie der Nationalsozialismus schleichend in das Dorfleben eindrang und sich in dessen Strukturen verfestigte. Diese sensible und zugleich schonungslose Darstellung macht sein Schaffen zu einem wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur der Region.
Die Werke von Gerold Jäggle waren in renommierten Galerien wie der Galerie Andreas Henn in Stuttgart oder der Galerie Schrade Schloss Mochental zu sehen – stets als Ausstellungen, bei denen die Exponate nicht zum Verkauf standen, sondern als künstlerische Aussagen. Auch wenn seine Skulpturen nicht direkt in Ertingen ausgestellt werden, prägen sie durch ihre Themen und Formen das kulturelle Bild der Umgebung nachhaltig. Wer sich für zeitgenössische Bildhauerei mit regionalem Bezug interessiert, findet in Jäggles Werk eine faszinierende Verbindung aus Handwerkskunst, Gesellschaftsanalyse und lokaler Identität.
Für Kulturinteressierte und Skulpturenliebhaber bietet Jäggles Schaffen eine einzigartige Möglichkeit, die Kunstszene Oberschwabens kennenzulernen – stets mit einem Augenzwinkern, einer kritischen Frage oder einer poetischen Überraschung. Seine Arbeiten laden ein, über Alltägliches neu nachzudenken und die Geschichte der Region aus ungewöhnlichen Perspektiven zu betrachten.