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Olle Wiese und Bachsysteme zwischen Erwitte und Stirpe

59597 Erwitte

Tipps

  • Das Schilfgebiet der Olle Wiese ist besonders sehenswert und beherbergt seltene Pflanzenarten.
  • Der Manninghofer Bach bietet auf naturnahen Abschnitten gute Beobachtungsmöglichkeiten für Fische und Vögel.
  • Auf Weideflächen im Osten des Gebiets kann man seltene Tierarten in ihrem Lebensraum begegnen.

Eigenschaften

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Über Olle Wiese und Bachsysteme zwischen Erwitte und Stirpe

Das Naturschutzgebiet „Olle Wiese und Bachsysteme zwischen Erwitte und Stirpe“ liegt im Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen und umfasst eine Fläche von rund 69 Hektar. Es wurde 1981 unter Schutz gestellt und zählt zu den Landschaftsschutzgebieten der Region. Das Gelände erstreckt sich entlang eines naturnahen Bachsystems und umfasst Feuchtgrünlandflächen, Schilfröhrichte sowie wertvolle Auenbereiche. Im Zentrum des Gebiets befindet sich die sogenannte „Olle Wiese“, ein Niedermoor mit einem rund sechs Hektar großen Schilfkomplex, der als Bruthabitat der Rohrweihe und Nahrungsraum der Wiesenweihe von großer Bedeutung ist.

Im östlichen Teil des Schutzgebiets dominiert seit einer Umwidmung aus dem Jahr 2013 eine Weidefläche, die saisonal von Rindern beweidet wird. Diese Fläche ist durch mehrere künstlich angelegte Kleingewässer strukturiert und trägt zur landschaftlichen Vielfalt bei. Eine Besonderheit des Gebiets ist der Fonstein, eine salzhaltige Quelle, an deren Austrittstelle sich über Jahrhunderte ein Travertinring gebildet hat. In den Jahren 2000 und 2002 erfolgte eine Freistellung dieses Naturdenkmals. Der Manninghofer Bach bildet einen weiteren Schwerpunkt des NSG. Er fließt in einem steinig-kiesigen Bett mit klarem Wasser und wird von dichten Ufergehölzen begleitet, darunter Eschen, Erlen und Weiden. Diese bewaldeten Uferzonen bieten Lebensraum für verschiedene Tierarten und tragen zur Stabilität des ökologischen Systems bei.

Das hier vorhandene Bach- und Grabensystem hat eine hohe ökologische Bedeutung. Es dient als Laichhabitat, Lebensraum und Wanderkorridor für gefährdete Fischarten wie die Groppe und das Bachneunauge sowie für die seltene Elritze, die im Kreis Soest nur noch in wenigen Gewässern vorkommt. Auch der Eisvogel brütet regelmäßig an den steilen Ufern des Baches. Die Gewässer sind zudem von einer teils dichten Wasservegetation gesäumt, insbesondere entlang des Stirper Mühlenbachs und des Olle-Wiese-Grabens. Diese Bereiche sind von hohem naturschutzfachlichem Wert und tragen zur Artenvielfalt des Gebiets bei.

Die angrenzenden Feuchtgrünlandflächen und Brachen sind Lebensräume für mehrere gefährdete Pflanzenarten und bieten Nahrungs- und Brutplätze für verschiedene Vogelarten, darunter die Rohrweihe und die Wiesenweihe. Die Mischung aus Naturlandschaft und Kulturlandschaftselementen wie extensiv bewirtschafteten Wiesen und Weiden unterstreicht die besondere Eigenart des Landschaftsraums. Dieser wird durch die geplante Trassenführung der B55n gefährdet, was den Erhalt der ökologischen Funktionen und Strukturen in den Fokus rückt.

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