Bartenslebener Forst
Highlights
- Bartenslebener Forst liegt nördlich von Groß Bartensleben im Allertal.
- Groß Bartensleben ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Erxleben.
- Geologisch kommen im Umfeld Gipsnester und Erdfälle vor.
Tipps
- Besucher des Bartenslebener Forsts sollten festes Schuhwerk tragen, da der Weg durch den Wald uneben und teilweise matschig sein kann.
- Im Forstgebiet sind Erdfälle möglich, daher sollte man sich an markierten Wegen halten und nicht abseits laufen.
- Ein Besuch lohnt sich besonders im Frühjahr, wenn die Gipsblüte in der Region zu bestaunen ist.
Eigenschaften
Über Bartenslebener Forst
Der Bartenslebener Forst liegt im Ortsteil Groß Bartensleben der Gemeinde Erxleben im sachsen-anhaltischen Kreis Börde. Nördlich des Dorfes Groß Bartensleben erstreckt sich dieser Waldkomplex, der als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist und damit unter besonderem Naturschutz steht. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Allertal, durch das die Aller westlich des Ortes fließt, prägt die landschaftliche Vielfalt der Region. Im Süden grenzt der Forst an den Ortsteil Morsleben, im Westen an Beendorf und im Osten an Klein Bartensleben.
Die Geschichte des Bartenslebener Forstes ist eng mit der Entwicklung des umliegenden Dorfes verknüpft, dessen Name erstmals in einer Urkunde aus dem frühen Mittelalter erwähnt wird. Im Zuge der Besiedlung und Nutzung der Region durch adelige Geschlechter entstand südlich des Forstes die Wasserburg, aus der später das Schloss Bartensleben hervorging. Diese Anlage war Sitz der Familie von Bartensleben, die maßgeblich zur regionalen Geschichte beitrug. Der Forst selbst diente über Jahrhunderte als nutzbares Waldgebiet, das zur Versorgung des Ritterguts Groß Bartensleben beitrug.
Geologisch ist die Gegend durch das Vorkommen von Gipsnestern im Untergrund gekennzeichnet. Diese Formationen führen gelegentlich zu Bodensenkungen, was für die Region typisch ist. Diese Besonderheit prägt nicht nur die Geologie, sondern auch die Nutzung und Bewirtschaftung des Waldareals. Der Bartenslebener Forst bietet heute eine Mischung aus naturnahen Waldflächen und forstwirtschaftlich genutzten Beständen. Die Baumarten setzen sich aus Laub- und Nadelgehölzen zusammen, wobei Eichen, Buchen, Kiefern und Fichten dominieren.
Der Forst ist über die Kreisstraße K 1144 gut erreichbar, die durch Groß Bartensleben führt. Diese Verkehrsverbindung verbindet auch die umliegenden Orte und erleichtert den Zugang zu weiteren Sehenswürdigkeiten der Region, darunter das Schloss Bartensleben sowie die historische Gutskirche. Letztere gehört heute zum Kirchenkreis Haldensleben-Wolmirstedt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Im weiteren Umfeld des Forstes finden sich zudem mehrere denkmalgeschützte Bauten, die Zeugnis von der ländlichen Architektur und Nutzungsgeschichte der Gegend ablegen.
Im Laufe der Jahrzehnte erlebte der Ort zahlreiche gesellschaftliche und politische Umbrüche, die auch Auswirkungen auf den Forst und seine Nutzung hatten. So prägte die Zeit der Flucht und Vertreibung im Mitteldeutschland der Nachkriegszeit die Bevölkerungszusammensetzung und damit auch die lokale Infrastruktur. Persönlichkeiten wie der Unternehmer Theodor Dill, der 1797 in Groß Bartensleben geboren wurde, verdeutlichen den engen Bezug des Ortes zur regionalen Geschichte. Heute bleibt der Bartenslebener Forst ein ruhiger Natur- und Erholungsraum, der sowohl für Wanderungen als auch zur Beobachtung der regionalen Flora und Fauna genutzt wird.