Kirche/Kloster

Evangelische Kirche

Hauptstraße 16, 65760 Eschborn

Highlights

  • Die Evangelische Kirche Eschborn ist ein denkmalgeschütztes Gebäude mit romanischen und gotischen Elementen.
  • Der Kirchturm wurde 1766 erhöht und beherbergt Glocken aus dem 20. Jahrhundert.
  • Die heutige Saalkirche entstand 1624 nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg.

Tipps

  • Besucher finden die historische Evangelische Kirche in Eschborn mit ihren gotischen Elementen und dem denkmalgeschützten Turm besonders sehenswert.
  • Die Kirche lädt zur Teilnahme an Gottesdiensten und kulturellen Veranstaltungen ein, die über die Gemeinde-App aktuell angezeigt werden.
  • Für Interessierte lohnt ein Blick in die Sakristei und auf die Sandsteingrabmäler außen am Kirchenschiff.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Evangelische Kirche

Die Evangelische Kirche in Eschborn ist ein denkmalgeschütztes Sakralgebäude im Main-Taunus-Kreis in Hessen. Sie gehört zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und liegt innerhalb des Dekanats Kronberg in der Propstei Rhein-Main. Die Kirche hat eine wechselvolle Geschichte, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt. Ursprünglich im 9. Jahrhundert als Basilika errichtet, zeigt das Bauwerk heute Spuren unterschiedlicher Bauphasen. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges stark beschädigt, wurde es im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut, wobei die Seitenschiffe abgebrochen wurden. Aus dem ehemaligen Mittelschiff entstand eine Saalkirche, die durch den Einbau von Emporen im 17. Jahrhundert ergänzt wurde.

Der quadratische Kirchturm im Westen beherbergt einige der ältesten Bauteile aus dem 9. Jahrhundert. Im Jahr 1766 erhielt der Turm eine höhere, schiefergedeckte Haube. Im Inneren der Kirche befinden sich bemerkenswerte Ausmalungen von Otto Linnemann aus dem Jahr 1926. Die Sakristei im Osten, überspannt von einem Kreuzgratgewölbe, wurde im 15. Jahrhundert hinzugefügt. An der Südseite des Kirchenschiffs wurden im Zuge späterer Umbauten große Fensteröffnungen geschaffen. Die gotische Tür an der Südseite des Turms sowie zwei Sandsteingrabmäler aus dem frühen 18. Jahrhundert zählen zu den architektonischen Besonderheiten des Bauwerks.

Die Kirche verfügt über eine eigene Orgel, die in den Jahren 1860/61 von Christian Friedrich Voigt erbaut wurde. Im Ersten Weltkrieg wurden zwei der ursprünglichen Glocken eingeschmolzen; 1921 erhielt die Kirche zwei neue Glocken, gefolgt von drei weiteren im Jahr 1950. Im westlichen Bereich des Kirchenareals wurde 1957 eine Gefallenengedenktafel des Bildhauers Knut Kurdsen angebracht. Die Kirche wird regelmäßig für Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen genutzt, darunter auch Adventsfeiern, die von Besucherinnen und Besuchern als besonders stimmungsvoll wahrgenommen werden. Die Gemeinde hält über eine eigene App ihre Mitglieder und Interessierte über aktuelle Termine und Angebote auf dem Laufenden.

Das Kirchengebäude vereint verschiedene Epochen in sich und spiegelt die Geschichte der evangelischen Gemeinde in Eschborn wider. Die klare Baustruktur, die erhaltenen historischen Elemente sowie die kunsthandwerklichen Ergänzungen machen sie zu einem sehenswerten Beispiel für evangelisches Kirchenbauwerk im Rhein-Main-Gebiet. Die Kirche steht in enger Verbindung zur evangelischen Gemeinde vor Ort, die sich auch in sozialen und generationenübergreifenden Angeboten engagiert.

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