Denkmal/Gedenkstätte

Löwendenkmal

37269 Eschwege

Highlights

  • Das Löwendenkmal in Eschwege erinnert an den Aufstand kurhessischer Soldaten 1806–1807.
  • Fünf Soldaten wurden am 21. Februar 1807 nach der Niederschlagung des Aufstands hingerichtet.
  • Die Namen der Gefallenen sind auf dem Denkmal in einer Grünanlage an der Straße 'An den Anlagen' verewigt.

Tipps

  • Das Löwendenkmal in Eschwege erinnert an die hessischen Soldaten, die 1807 während des Aufstands gegen die französische Besatzung hingerichtet wurden.
  • Die Inschriften auf dem Denkmal nennen die Namen und Lebensdaten der gefallenen Soldaten sowie den historischen Hintergrund des Aufstands.
  • Nach der Renovierung Anfang 2026 ist das Denkmal wieder in neuem Glanz zu bestaunen und bietet eine würdige Gedenkstätte inmitten einer Grünanlage.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Löwendenkmal

Das Löwendenkmal in Eschwege erinnert an einen bewegenden Abschnitt der hessischen Geschichte. Es steht in einer Grünanlage neben der Straße „An den Anlagen“ und gedenkt den kurhessischen Soldaten, die sich 1806 und 1807 gegen die Zwangsrekrutierung durch die Franzosen auflehnten. Fünf von ihnen wurden am 21. Februar des Jahres auf Befehl der französischen Besatzungsmacht hingerichtet. Das Denkmal wurde renoviert und strahlt seit dem 6. Mai des Jahres 2026 in neuem Glanz.

Das Sandsteindenkmal zeigt einen Löwen, der als Symbol für Tapferkeit und Kraft gilt. Auf zwei Seiten des Sockels befinden sich goldene Inschriften. Die Vorderseite ehrt „Dem Andenken braver Hessen den Opfern der Soldaten-Erhebung zu Eschwege“ im Zeitraum der Erhebung. Die Rückseite nennt das Datum der Hinrichtung sowie die Namen der fünf Erschossenen: Elisas Pfannkuchen, Johannes Hupfeld, Johann Georg Schäfer, Cornelius Bachmann und Heinrich Sommermann. Ihre Altersangaben, Herkunftsorte und ehemaligen Militäreinheiten sind überliefert.

Die historischen Ereignisse um die Hinrichtung spiegeln den Widerstand kurhessischer Truppen wider, die sich gegen die napoleonische Unterdrückung stemmten. Nachdem die Aufstände Anfang des Jahres 1807 nachließen, wurden in Eschwege fünf Anführer zum Tode verurteilt. Ein Bericht des Chronisten Johann Christoph Hochhuth aus dem Jahr 1826 beschreibt den Ablauf der Exekution detailgetreu. Demnach wurden die Männer mutig zum Ort der Hinrichtung gebracht, wo sie schließlich durch ein Erschießungskommando der Pariser Garde ihr Leben ließen. Die Leichen wurden anschließend von Bürgern zum Friedhof gebracht.

Besucher berichten von einem würdevollen Gedenkort, der an die Opfer der napoleonischen Kriege erinnert. Auch wenn es Hinweise auf unordentliche Zustände durch Alkoholkonsum gegeben haben soll, bleibt das Denkmal ein Ort der Erinnerung an die Opfer des Widerstands. Die Renovierung hat dem Sandsteindenkmal neuen Respekt verliehen und die historische Bedeutung sichtbar gemacht. Es steht als Zeuge einer von vielen Episoden des hessischen Widerstandes im frühen 19. Jahrhundert.

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