Denkmal/Gedenkstätte

Frieda Weinthal geb. Abrahams

Burgstraße 8, 26427 Esens

Highlights

  • Frieda Weinthal geb. Abrahams lebte im August-Gottschalk-Haus in Esens.
  • Sie war Teil der jüdischen Gemeinde, die dort von 1899 bis 1927 wohnte.
  • Das Haus beherbergt heute das jüdische Museum mit wechselnden Ausstellungen.

Tipps

  • Das Museum bietet für 3 Euro Eintritt viel Wissen über das jüdische Leben und die Geschichte der Gemeinde in Esens.
  • Informative Ausstellungen zur jüdischen Kultur, Religion und Geschichte vor und während der NS-Zeit sind zu sehen.
  • Das ehrenamtliche Engagement im Museum lohnt sich – Unterstützung bei Führungen, Veranstaltungen oder Pflege der Ausstellung ist gern gesehen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Frieda Weinthal geb. Abrahams

Das August-Gottschalk-Haus in Esens ist ein bedeutendes kulturelles und geschichtsträchtiges Denkmal, das an das jüdische Leben in der Region erinnert. Es befindet sich im ehemaligen Gemeindehaus der jüdischen Gemeinde von Esens und zählt heute zu den zentralen Orten der Erinnerungskultur im Landkreis Wittmund. Namensgeber des Hauses ist August Gottschalk, Lehrer, Vorbeter und Schächter der Gemeinde, der das Gebäude von seiner Errichtung im Jahr 1899 bis zu seinem Tod bewohnte. Das Museum vermittelt eindrucksvoll die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Ostfriesland, ihren Glauben, ihren Alltag sowie die schrecklichen Ereignisse der Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung während der nationalsozialistischen Zeit.

Die Ausstellung im August-Gottschalk-Haus bietet Besucherinnen und Besuchern eine fundierte und berührende Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte vor Ort. Neben Exponaten, die den jüdischen Glauben und die Traditionen anschaulich darstellen, werden auch die Schicksale einzelner Familien und Gemeindemitglieder nachgezeichnet. Besonders eindrücklich ist die emotionale Tiefe, mit der die Themen Verfolgung und Holocaust aufgearbeitet werden. Das Museum ist nicht nur eine Gedenkstätte, sondern auch ein Ort der Bildung und des Dialogs. Regelmäßig finden hier Führungen, Workshops und Veranstaltungen statt, die sich an Schulklassen, Gruppen und interessierte Einzelpersonen richten.

Ein besonderes Engagement zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus zeigt sich auch in der Teilnahme der Stadt Esens am Stolperstein-Projekt. Seit 2022 erinnern Stolpersteine in der Stadt an die ehemaligen jüdischen Bewohner, die während der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurden. Diese Gedenksteine sind Teil eines dezentralen Mahnmals, das deutschlandweit an die Opfer erinnert. Das August-Gottschalk-Haus fungiert dabei als zentrale Anlaufstelle für Informationen über die jüdische Geschichte der Region und die Bedeutung solcher Gedenkformate.

Träger des Museums ist der Ökumenische Arbeitskreis Juden und Christen in Esens e. V., der 1987 gegründet wurde, um sich aktiv um die Erhaltung des ehemaligen Gemeindehauses zu kümmern und die jüdische Geschichte vor Ort zu erforschen und zu vermitteln. Der Verein setzt sich darüber hinaus für den interreligiösen Dialog und den Abbau von Vorurteilen ein. Durch ehrenamtliches Engagement wird das Museum weiterentwickelt und vielfältig gestaltet. Unterstützerinnen und Unterstützer sind herzlich eingeladen, sich aktiv einzubringen – etwa bei Führungen, bei der Organisation von Veranstaltungen oder bei der Pflege der Ausstellungen.

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