Das Kleine Atelierhaus
Highlights
- Das Kleine Atelierhaus zeigt die Dauerausstellung ‚Die Gartenstadt Margarethenhöhe‘ zur Geschichte der von Margarethe Krupp gestifteten Siedlung.
- Seit 2020 ergänzt eine Ausstellung mit Werken der Künstlersiedlung die Präsentation zur Margarethenhöhe.
- Das Ruhr Museum nutzt das Atelierhaus für Sonderausstellungen und eine Musterwohnung zur Wohnkultur der Gartenstadt.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch des Kleinen Atelierhauses für alle Gäste.
- Die Dauerausstellung bietet Einblicke in die Geschichte der Margarethenhöhe und die Rolle der Künstlersiedlung.
- Die Musterwohnung zeigt den Wohnstandard der von Georg Metzendorf gestalteten Siedlung.
Eigenschaften
Kultur-Ausflug: Museum im Kleinen Atelierhaus Essen
Das Kleine Atelierhaus in Essen ist ein faszinierender Ort, der die einzigartige Verbindung von Architektur, Kunst und sozialem Engagement der Gartenstadt Margarethenhöhe lebendig werden lässt. Eingebettet in die grüne Oase der Margarethenhöhe – einer der ersten und bis heute seltenen Gartenstädte im Städtebau – bietet das Atelierhaus einen tiefen Einblick in die Vision der Industriellen Margarethe Krupp, die hier eine Modelliedlung für ein neues, menschenwürdiges Wohnen schaffen wollte.
Die Dauerausstellung „Die Gartenstadt Margarethenhöhe“ erzählt die Geschichte dieses besonderen Projekts, das von der Architektenfamilie Metzendorf geprägt wurde. Besonders hervorgehoben wird der hohe Wohnstandard, der durch innovative Baukonzepte, künstlerische Gestaltung und eine harmonische Einbindung in die Natur entstand. Seit 2020 ergänzt eine Erweiterung zur Künstlersiedlung die Präsentation mit Werken lokaler und internationaler Künstler, die hier inspiriert von der einzigartigen Atmosphäre lebten und schufen.
Das Ruhr Museum, das das Kleine Atelierhaus betreut, verbindet hier Geschichte mit zeitgenössischer Perspektive. Neben der Ausstellung ist eine Musterwohnung zu besichtigen, die exemplarisch den Lebensstil der Margarethenhöhe veranschaulicht. Die Räume spiegeln den modernen Ansatz wider, der Arbeit, Kultur und Natur im urbanen Raum vereinte – ein Vorbild für nachhaltiges Wohnen, das bis heute wirkt.
Besucher können sich nicht nur durch die Ausstellungen, sondern auch durch geführte Touren ein Bild von der Geschichte machen. Die Präsentation basiert auf historischen Sammlungen des ehemaligen Ruhrlandmuseums, darunter wertvolle Fotografien, die die Entwicklung der Gartenstadt dokumentieren. Das Kleine Atelierhaus ist damit ein zentraler Ort, um die Verbindung von industriellem Erbe, urbaner Planung und künstlerischem Schaffen in Essen zu verstehen – ein Stück lebendige Geschichte mitten in der Stadt.
Das Gebäude selbst ist Teil eines größeren Netzwerks kultureller Einrichtungen in der Umgebung. Die umliegenden Siepentäler wurden zu Waldparks umgestaltet und ergänzen die Margarethenhöhe als grünes Rückgrat der Stadt. Wer das Kleine Atelierhaus besucht, erlebt somit nicht nur eine Ausstellung, sondern auch ein Stück Essens lebendiger Kulturlandschaft – ein Ort, an dem Architektur, Kunst und Sozialgeschichte aufeinandertreffen.