Germania-Denkmal
Highlights
- Das Germaniadenkmal in Essen-Borbeck ehrt die Gefallenen der Einigungskriege von 1866 und 1870/71.
- Es wurde am 17. Oktober 1880 enthüllt und steht auf dem ehemaligen Friedhof der Kirchengemeinde St. Dionysius.
- Die Sandsteinfigur der Germania mit Schwert und Lorbeerkranz wurde vom Bildhauer Leo Müsch geschaffen.
Tipps
- Das Germaniadenkmal steht auf dem Germaniaplatz im Essener Stadtteil Borbeck-Mitte.
- Die Standfigur der Germania erinnert an die deutschen Einigungskriege von 1866 und 1870/71.
- Eine Tafel am Sockel führt die Namen der gefallenen Soldaten aus Borbeck auf.
Eigenschaften
Über Germania-Denkmal
Das Germania-Denkmal steht im Essener Stadtteil Borbeck-Mitte auf dem Germaniaplatz. Es wurde von der damaligen Bürgermeisterei Borbeck initiiert und am 17. Oktober 1880 feierlich enthüllt. Der Platz, auf dem das Denkmal errichtet wurde, diente von 1840 bis 1857 als Friedhof der Kirchengemeinde St. Dionysius und bot mehr als 2500 Verstorbenen die letzte Ruhestätte. Am 30. April 1891 erhielt der Platz seinen heutigen Namen.
Das Denkmal erinnert an die deutschen Einigungskriege der Jahre 1866 sowie 1870/71 und ehrt die dabei gefallenen Söhne Borbecks. Geschaffen wurde es vom Düsseldorfer Bildhauer Leo Müsch. Die Gestaltung orientiert sich an der Germaniafigur des Niederwalddenkmals bei Rüdesheim am Rhein. Dargestellt ist die Germania als steinerne Standfigur mit Schwert und Lorbeerkranz, zu deren Füßen der Reichsadler thront. Sie ruht auf einem gestuften Sandsteinsockel, der sich direkt an der Stelle des ehemaligen Friedhofs erhebt.
Auf einer Gedenktafel am Sockel sind die Namen derjenigen verzeichnet, die in den Kriegen von 1866 und 1870/71 ihr Leben ließen. Zu den namentlich Erwähnten gehören unter anderem Hermann Abel, Theodor Bals, Carl Friedrich Bille sowie Wilhelm Vonnemann. Die Inschrift des Denkmals lautet: „Ihren in den Feldzügen 1866, 1870–71 ruhmvoll gebliebenen Söhnen. Die Bürgermeisterei Borbeck.“
Initiator des Denkmals war Friedrich Lange, Direktor des Phoenix-Hochofenwerks in Bergeborbeck und Beigeordneter der Bürgermeisterei Borbeck, der als Vorsitzender des Denkmalkomitees fungierte. Im Jahr 2014 erfolgte eine umfassende Sanierung des Denkmals durch einen Steinmetzbetrieb aus Duisburg. Nach der Restaurierung des oberen Teils wurde ab Juni 2017 auch der Sockel samt der historischen Inschriften wiederhergestellt. Die Arbeiten schlossen kurz vor dem Germaniafest im August 2017 ab, einem seit 2005 jährlich stattfindenden Fest im Stadtteil.
Das Germaniadenkmal wurde am 9. Juli 1992 in die Denkmalliste der Stadt Essen aufgenommen. Es gilt als bedeutendes Beispiel für die öffentliche Kunst des 19. Jahrhunderts und zugleich als Mahnmal für die Opfer der deutschen Einigungskriege. Literarisch gewürdigt wurde es unter anderem im Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler für Nordrhein-Westfalen.