Schurenbachhalde
Highlights
- Die Schurenbachhalde ist eine 50 Meter hohe Bergehalde im Essener Stadtteil Altenessen.
- Sie entstand durch Abraumlagerung der Zeche Zollverein und anderer Kohlezechen bis 1986.
- Heute dient sie der Naherholung, Umweltbildung und ist Teil der Route der Industriekultur.
Tipps
- Der Aufstieg zur Schurenbachhalde lohnt sich – entweder zu Fuß über den Treppenweg oder mit dem Fahrrad auf den Schotterpisten.
- Vom Haldeplateau aus bietet sich bei klarem Wetter ein weithin reichender Blick auf das Ruhrgebiet bis zu Wahrzeichen wie Schalke und Haniel.
- Direkt an der Rhein-Herne-Kanal-Radtrasse gelegen, ist die Halde auch gut mit dem Fahrrad zu erreichen und lädt zu Rundwegen ein.
Eigenschaften
Über Schurenbachhalde
Die Schurenbachhalde ist eine ehemalige Bergbaubergehalde im Essener Stadtteil Altenessen und ragt etwa 50 Meter über die umliegende Landschaft hinaus. Mit einer Höhe von 86 Metern über Normalnull ist sie ein markanter Punkt in der nächtlichen Flachlandschaft des Ruhrgebiets. Die Halde entstand durch die Ablagerung von Abraum aus dem Steinkohlebergbau, hauptsächlich durch die Zeche Zollverein, und wurde bis in die 1990er Jahre dafür genutzt. Seit dem Jahr 2000 ist die Fläche renaturiert und befindet sich im Besitz des Regionalverbands Ruhr. Heute dient das Gelände der Naherholung, dem Naturschutz sowie der Umweltbildung.
Ein besonderes Highlight der Schurenbachhalde ist die 1998 installierte Skulptur „Bramme für das Ruhrgebiet“ des amerikanischen Künstlers Richard Serra. Die 15 Meter hohe, aus Stahl gefertigte Landmarke steht auf dem höchsten Punkt der Halde und ist mit ihren markanten Ausmaßen und ihrer exakten Ausrichtung ein architektonisches sowie landschaftliches Wahrzeichen. Die elliptische Fläche um die Bramme ähnelt einer Mondlandschaft und lädt zur Erkundung ein. Die Flanken der Halde sind begrünt und verfügen über Wanderwege, die sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad befahren werden können.
Der Aufstieg zur Schurenbachhalde ist über mehrere Wege möglich. Ein Treppenweg von Osten aus Richtung Emscherstraße sowie serpentinenförmige Schotterwege von Westen bieten bequeme Zugänge. Die Halde liegt direkt an der Rhein-Herne-Kanal und ist somit gut über die Fahrradtrasse zu erreichen. Besucher berichten von einer lohnenswerten Aussicht, die bei klarem Wetter weite Teile des Ruhrgebiets sichtbar macht – darunter auch Haniel und Schalke. Die unbefestigte Oberfläche trägt zum naturnahen Charakter des Geländes bei und unterstreicht den Reiz eines Ausflugs in diese industrielle Kulturlandschaft.
Die Schurenbachhalde ist Teil mehrerer regionaler Netzwerke: Sie gehört zur Route der Industriekultur, zum Emscher Landschaftspark und soll zukünftig in die Internationale Gartenausstellung 2027 integriert werden. Diese Verknüpfung unterstreicht ihre Bedeutung als Ort des kulturellen und ökologischen Wandels im ehemaligen Bergbaugebiet. Die Kombination aus Industriedenkmal, Naturerlebnis und künstlerischem Statement macht die Halde zu einem interessanten Ziel für Spaziergänge, Radtouren und individuelle Entdeckungstouren im Westen von Nordrhein-Westfalen.