Blautopf
Highlights
- Der Blautopf ist eine Karstquelle in Essing an der Altmühl mit einer Durchschnittsquelle von 300 Litern Wasser pro Sekunde.
- Das Quellwasser hat ganzjährig 8 °C und nahezu Trinkwasserqualität, bedingt durch Magnesium aus Dolomit im Höhlensand.
Tipps
- Der Blautopf in Essing ist über einen öffentlichen Wanderweg von oben gut einsehbar, direkter Zugang ist nicht möglich.
- Das letzte Stück zum Quellbereich kann bei Nässe rutschig sein, festes Schuhwerk ist ratsam.
- Für den besten Blick auf die Karstquelle empfiehlt sich der Altmühltal-Panoramaweg oberhalb des Ortes.
Eigenschaften
Ausflug Natur: Blautopf in Essing entdecken
Der Blautopf in Essing ist eine beeindruckende Karstquelle im bayerischen Landkreis Kelheim und zählt zu den geologischen Besonderheiten der Fränkischen Alb. Gelegen am nördlichen Hang des Altmühltales, liegt die Quelle im Ortsteil Weihermühle und befindet sich auf einer Höhe von rund 355 Metern über Normalnull. Das klarblaue Wasser des Blautopfs entspringt einem natürlichen Karstsystem und wird durch einen unterirdischen Einzugsbereich gespeist, der bis zu den Dolinen bei Maierhofen reicht. Aufgrund seiner charakteristischen bläulichen Wasserfarbe wird die Quelle auch als „Kleiner Blautopf“ bezeichnet, um sie vom namensgleichen, größeren Blautopf bei Blaubeuren in Schwaben zu unterscheiden.
Die Quelle fördert ganzjährig kaltes Wasser mit einer konstanten Temperatur von etwa 8 Grad Celsius und nahezu trinkbarer Qualität. Das Wasser ist magnesiumhaltig, was auf den hohen Dolomitanteil im umliegenden Gestein zurückzuführen ist. Insgesamt fließen im Durchschnitt etwa 300 Liter pro Sekunde aus der Quelle, wobei dieser Wert bei Hochwasser auch auf bis zu 4.500 Liter pro Sekunde ansteigen kann. Im Quellbereich leben auch Forellen, die sich an die klaren, kühlen Bedingungen angepasst haben. Der Blautopf wurde vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop anerkannt und genießt somit besonderen naturschutzrechtlichen Schutz.
Historisch wurde der Blautopf früher zur Wasserversorgung der Weihermühle genutzt und später auch zur Stromerzeugung. In der Vergangenheit kam es zu einem vorübergehenden Versiegen der Quelle, woraufhin die Bewohner eine Votivkapelle errichteten, die heute noch erhalten und gepflegt wird. Der Weihermühlbach, der von der Quelle gespeist wird, fließt ostwärts und mündet nach rund 600 Metern in einen Altmühlaltarm. Der direkte Zugang zur Quelle befindet sich in Privatbesitz und ist für Besucher nicht betretbar. Jedoch lässt sich der Blautopf über einen öffentlichen Wanderweg oberhalb des Ortes aus einer Entfernung von etwa acht Metern gut betrachten.
Derzeit wird der Zugangsweg zur Quelle renoviert, weshalte es ratsam sein, sich vor Ort über aktuelle Wegeführungen zu informieren. Ein kleiner Spaziergang entlang der letzten Häuser führt zu einem idealen Aussichtspunkt, von dem aus man einen wunderschönen Blick auf die Quelle und das umliegende Altmühltal genießen kann. Besucher berichten, dass der Weg zum Blautopf durch das unwegsame Gelände und rutschige Stellen bei feuchtem Wetter etwas anspruchsvoll sein kann. Dennoch lohnt sich der Ausflug, besonders für Naturliebhaber und Geologieinteressierte, die die besondere Farbe und Reinheit des Quellwassers bewundern möchten.
Der Blautopf in Essing ist ein ruhiger, weniger frequentierter Naturort, der den Besuchern eine authentische Begegnung mit einer seltenen geologischen Erscheinung ermöglicht. Wer sich für Karstquellen, die Geologie der Fränkischen Alb oder die Wasserwelt Bayerns interessiert, sollte diesen abgelegenen, aber sehenswerten Ort unbedingt aufsuchen. Der Panoramaweg entlang des Altmühltals bietet zudem weitere schöne Ausblicke und lohnt sich als Ergänzung zu einem Besuch des Blautopfs.
Bewertungen
Auf Google
In der Nähe
Ausflugsziele in der Nähe
Wetter & Pollenflug am Standort
Häufige Fragen zu Blautopf
Wo befindet sich der Blautopf in Essing?
Quelle: wikipedia
Warum heißt der Blautopf Blautopf?
Quelle: wikipedia
Ist der Blautopf öffentlich zugänglich?
Quelle: wikipedia
Welche geologischen Besonderheiten hat der Blautopf?
Quelle: wikipedia