Dolomitfelsen am Steinberg E von Königstein
Highlights
- Das Kühloch ist eine natürliche Dolomit-Karsthöhle bei Königstein in Bayern, gelegen auf 565 m Höhe.
- Die Höhle hat drei Eingänge und eine Gesamtlänge von etwa 60 Metern, darunter eine flache Felsenhalle.
- Sie diente bereits in der Steinzeit als Wohnstätte und ist heute als Natur- und Bodendenkmal geschützt.
Tipps
- Wanderwege erkunden, die direkt zur Höhle führen und landschaftliche sowie historische Sehenswürdigkeiten bieten.
- Beim Besuch der Spaltenhöhle auf geeignetes Schuhwerk achten, da der Weg teilweise uneben und steinig verlaufen kann.
- Die historischen Eingänge und Felsenhallen ohne künstliche Beleuchtung mitbringen, um die Steinzeitgeschichte vor Ort besser zu erfahren.
Eigenschaften
Über Dolomitfelsen am Steinberg E von Königstein
Der Dolomitfelsen am Steinberg E von Königstein ist eine markante natürliche Sehenswürdigkeit im Landkreis Amberg-Sulzbach in Bayern. Diese Felsformation beherbergt das sogenannte Kühloch, eine historische Spaltenhöhle, die sich in einem der mittleren Felsköpfe des Kühlochberges öffnet. Die Höhle liegt etwa 105 Höhenmeter über dem angrenzenden Tal und ist über einen roten Wanderweg zu Fuß erreichbar. Die geologische Beschaffenheit des Standorts besteht aus Dolomit, was zu den charakteristischen, oft senkrecht aufragenden Felswänden führt.
Das Kühloch zählt zu den ältesten Wohnhöhlen der Oberpfalz. Archäologische Funde belegen, dass die Höhle bereits in der Steinzeit als Behausung genutzt wurde. Unter anderem wurden Feuerstein-Werkzeuge, Hornsteingeräte sowie Skelettreste entdeckt. Weitere Ausgrabungen brachten Hinweise auf Nutzungsspuren aus der Hallstattzeit und dem Mittelalter zutage. Während des Ersten Koalitionskrieges diente die Höhle den Einwohnern Königsteins als Versteck für Vieh vor den französischen Truppen – ein Umstand, der maßgeblich zur heutigen Bezeichnung beitrug.
Die Höhle ist eine Durchgangshöhle mit einer Gesamtlänge von etwa 60 Metern und verfügt über drei Eingänge. Der größte Eingang im Osten bietet Zugang zu einer flachen Felsenhalle, gefolgt von einem Kluftgang, der über einen senkrechten Schlot wieder ins Freie führt. Ein weiterer Eingang am Nordwesthang verbindet sich über einen engen Spaltengang mit der Haupthalle. Auffällig ist, dass die Höhle weder Tropfsteine noch nennenswerten Sinterschmuck aufweist. Dennoch zieht sie Besucher durch ihre unmittelbare Naturverbundenheit und die eindrucksvolle Felslandschaft an.
Das Kühloch ist sowohl als Geotop als auch als Natur- und Bodendenkmal ausgewiesen. Es gehört zum Höhlenkataster der Fränkischen Alb und wird vom Bayerischen Landesamt für Umwelt erfasst. Die Höhle ist das ganze Jahr über frei zugänglich, wobei der Weg dorthin über einen markierten Wanderweg führt. Die unmittelbare Umgebung lädt zu Wanderungen durch ein landschaftlich reizvolles Gebiet ein, das sowohl geologische als auch kulturhistorische Besonderheiten bietet.