Schlösser

Kunstsammlungen Chemnitz - Schlossbergmuseum

Schloßberg 12, 09113 Schloßchemnitz

Tipps

  • Das Schlossbergmuseum beherbergt die größte Sammlung mittelalterlicher Skulpturen in Sachsen, darunter das Heilige Grab aus der Jakobikirche.
  • In den rekonstruierten Klosterbereichen sind gotische Sakralfiguren und Altäre sowie Bergbau-Themen zu sehen.
  • Das Museum liegt in einem ehemaligen Benediktinerkloster mit romanischen und gotischen Gebäudeteilen auf einem Berg über der Chemnitz.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Kunstsammlungen Chemnitz - Schlossbergmuseum

Das Schlossbergmuseum in Schloßchemnitz ist Teil der Kunstsammlungen Chemnitz und beherbergt die bedeutendste Sammlung mittelalterlicher Sakralplastik Sachsens. Es ist in einer der besterhaltenen Klosteranlagen des Freistaates untergebracht, die auf Kaiser Lothar III. zurückgeht. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts entstand auf einem Höhenzug über dem Chemnitz-Fluss ein Benediktinerkloster, das bis zur Reformation bestand. Die erhaltene Bausubstanz spiegelt verschiedene Epochen wider: vom romanischen Gründungsbau bis hin zur spätgotischen Ausbauphase unter den letzten Äbten. Im 16. Jahrhundert wurde das Ensemble unter Kurfürst Moritz zur Sommerresidenz umgebaut, wobei repräsentative Räume im Obergeschoss entstanden.

Die ständige Ausstellung zeigt Schwerpunkte zur Stadtgeschichte Chemnitz’ von der mittelalterlichen Gründung bis ins 20. Jahrhundert. Im ehemaligen Dormitorium des Klosters ist der „Bildersaal Chemnitzer Geschichte“ untergebracht, der Exponate aus Malerei, Plastik, Textilien, Schmuck und Alltagsgegenständen präsentiert. Im Refektorium und weiteren Klosterräumen wird die sakrale Kunst des Mittelalters in der Ausstellung „Gotische Skulptur in Sachsen“ gezeigt. Zu den herausragenden Werken gehört das Heilige Grab aus der ehemaligen Jakobikirche, eine komplexe Holzplastik aus der Zeit um 1500. Auch das Epitaph des Feldhauptmanns Peter Pfefferkorn zählt zu den kunsthistorisch bedeutsamen Exponaten des Museums.

Ein weiterer Bestandteil des Museums ist das Lapidarium in der Parkanlage vor dem Gebäude. Dort werden bedeutende Steinfragmente aus der Chemnitzer Stadtgeschichte gezeigt, darunter Portale, Grabmäler und Architekturteile aus verschiedenen Epochen. Die Außenstelle des Museums, die Burg Rabenstein, ist Sachsens kleinste Burg und ergänzt das kulturhistorische Angebot. Nach mehrjährigen Renovierungen in den 1970er und 1990er Jahren eröffnete das Museum in neuer Form Mitte der 1990er Jahre erneut. Seitdem bietet es sowohl eine umfassende Dauerausstellung als auch wechselnde Sonderausstellungen zu kunst- und kulturgeschichtlichen Themen.

Das Schlossbergmuseum gilt als wichtiger Ort der regionalen Kulturvermittlung und belegt durch seine Sammlungen den künstlerischen und historischen Reichtum der Region. Die Verbindung von Architektur, Geschichte und Kunst macht es zu einem der profiliertesten Museen im sächsischen Kulturlandschaft. Die Präsentation der sakralen Kunst des Spätmittelalters in Verbindung mit der Stadtgeschichte Chemnitz unterstreicht die besondere Rolle des Hauses innerhalb der Kunstsammlungen Chemnitz sowie im kulturellen Gedächtnis der Stadt.

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