Brückborn/Kranzbruch
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Brückborn/Kranzbruch in Simmerath umfasst 43,9 Hektar und schützt seltene Feuchtbiotope.
- Hier leben geschützte Arten wie der Biber, der Eisvogel und der Hochmoor-Perlmutterfalter.
- Das Gebiet dient der Erhaltung von Mooren, Nassgrünland und Vorkommen seltener Pflanzen wie Sonnentau und Moosbeere.
Tipps
- Besucher finden hier Feuchtgebiete, Moore und naturnahe Gewässer – ideal für Beobachtungen und Naturschutzinteressierte.
- Das Gebiet trägt zur Erhaltung des Biotopverbundes zwischen Vennhochfläche und Kalltal bei und schützt Lebensräume gemäß EU-Vogel- und FFH-Richtlinie.
Eigenschaften
Über Brückborn/Kranzbruch
Das Naturschutzgebiet Brückborn/Kranzbruch liegt im nordrhein-westfälischen Simmerath, im Kreis Städteregion Aachen. Es erstreckt sich über eine Fläche von rund 43,9 Hektar und umfasst ein feuchtgeprägtes Landschaftsgebiet mit hohem ökologischem Wert. Das Gebiet wurde rechtskräftig unter Naturschutz gestellt und zählt heute zu den besonders schutzwürdigen Landschaftsbereichen der Region. Es liegt im Einzugsbereich eines Quellbaches des Kranzbaches, der östlich des Gebietes verläuft und schließlich in den Kallbach mündet.
Im Zentrum des Naturschutzgebietes stehen Feuchtgebiete, Flachmoore und Moore im Fokus des Schutzes. Diese Lebensräume beherbergen seltene und zum Teil vom Aussterben bedrohte Arten. Dazu gehören unter anderem der Biber, das Große Mausohr sowie der nach der FFH-Richtlinie geschützte Hochmoor-Perlmutterfalter. Auch der Eisvogel nutzt das Areal als Lebensraum. Neben Tierarten finden sich hier seltene Pflanzen wie der Lungen-Enzian, die Moosbeere und die Rosmarinheide. Im Bereich des Kranzbruchs wurde zudem ein rundes Niedermoor mit Scheidigem Wollgras und Moorlilie dokumentiert, das ökologisch besonders wertvoll ist.
Das Landschaftsbild wird geprägt durch ein Mosaik aus feuchten Moorflächen, lückigen Fichtenbeständen und naturnahen Feuchtgrünlandbrachen. Im südlichen und östlichen Teil dominieren aufgrund des nassen Untergrunds lichtere Waldabschnitte, die von Entwässerungsgräben durchzogen werden. Diese Gräben sind häufig von Grauweidengebüschen und seggenreichem Unterwuchs gesäumt. In den lichteren Waldflächen sowie auf Kahlschlägen entwickeln sich natürliche Feuchtbiotope mit Binsen-, Seggen- und Pfeifengrasbeständen. Diese Bereiche weisen ein hohes Potenzial für die Entwicklung hochwertiger Feuchtgebiete auf.
Das NSG Brückborn/Kranzbruch dient nicht nur dem Erhalt seltener Arten und Lebensräume, sondern trägt auch zur Vernetzung ökologisch wertvoller Flächen bei. Es bildet eine wichtige Verbindung zwischen der Vennhochfläche und dem Kalltal und trägt damit zur Stabilität des regionalen Biotopverbunds bei. Die Erhaltung und Pflege des Gebietes erfolgt unter Berücksichtigung der europäischen Naturschutzrichtlinien, insbesondere der FFH- und der Vogelschutzrichtlinie. Damit wird sichergestellt, dass die Lebensräume langfristig erhalten bleiben und zur Erhaltung der Artenvielfalt in Nordrhein-Westfalen beitragen.