Kirche/Kloster

Manfred Böning, evangelischer Pfarrer

Heinrich-Esser-Straße 34, 48324 Sendenhorst

Highlights

  • Manfred Böning ist evangelischer Pfarrer in Sendenhorst und betreut die Gemeinde seit Jahrzehnten.
  • Seine Gemeinde umfasst Sendenhorst und Vorhelm mit historischen Wurzeln seit dem 19. Jahrhundert.
  • Die Friedenskirche in Sendenhorst wurde als Diaspora-Kirche in den 1950ern erbaut und später barrierefrei umgebaut.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang zum Gemeindehaus ermöglicht einen ungehinderten Besuch für alle Gäste.
  • Das historische Pfarrhaus zeigt typische Merkmale des münsterländischen Kirchenbaus aus dem 20. Jahrhundert.
  • Einige Räumlichkeiten im Gemeindehaus wurden im Laufe der Jahrzehnte individuell gestaltet und reflektieren die lokale Geschichte.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Pfarrer Manfred Böning – Sakrale Kultur in Sendenhorst

Das Pfarrhaus von Manfred Böning in Sendenhorst ist ein zentraler Ort für das evangelische Gemeindeleben in der Region. Der evangelische Glaube hat in der Umgebung bereits seit dem 18. Jahrhundert eine kleine, aber bedeutende Präsenz. So wurden erstmals im frühen 19. Jahrhundert evangelische Christen wie die Familie Gösslinghoff in der Bauernschaft Jönsthövel erwähnt. Später, im Jahr 1907, kam die Familie Rehsöft hinzu, was den Bedarf an einer eigenen kirchlichen Betreuung verstärkte.

Seit 1891 gab es in der Gegend einen ersten evangelischen Pastor, der die etwa 300 Gemeindeglieder in der gesamten Umgebung betreute. Das Landeskirchenbauamt plante daraufhin eine einfache Diaspora-Kirche, die in den 1950er-Jahren in vielen Teilen des Münsterlandes errichtet wurde. Diese Kirchen folgten einem einheitlichen Grundkonzept, das sich jedoch im Laufe der Zeit durch individuelle Gestaltungsmerkmale der Gemeinden ausdifferenzierte – ähnlich wie bei den damaligen Siedlungshäusern.

Das Pfarrhaus von Manfred Böning ist eng mit dieser Entwicklung verbunden und diente als Ort der Begegnung und des Gemeindelebens. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Gemeindehaus mehrfach erweitert und modernisiert. So erhielt es 1998 eine Küche im ehemaligen Jugendraum, was die Nutzung für gemeinsame Veranstaltungen und Mahlzeiten erleichterte. Später, im Jahr 2014, wurde das Gebäude barrierefrei umgebaut, und eine behindertengerechte Toilette wurde eingebaut. Auch die Friedenskirche und das angrenzende Bürgerhaus sind heute barrierefrei zugänglich und verfügen über entsprechende Sanitäranlagen.

Das Pfarrhaus steht somit nicht nur als historischer Ort der evangelischen Tradition, sondern auch als lebendiger Raum für das gesellschaftliche und kirchliche Leben in Sendenhorst und Vorhelm. Es spiegelt die Anpassungsfähigkeit und den Gemeinschaftssinn der Gemeinde wider, die sich stets weiterentwickelt hat – von den Anfängen der Diaspora-Gemeinden bis hin zur heutigen inklusiven Gestaltung.

Für Besucher bietet das Pfarrhaus Einblicke in die Geschichte und den Alltag einer evangelischen Gemeinde im Münsterland. Es ist ein Ort der Begegnung, an dem Tradition und Moderne aufeinandertreffen – ein Zeichen dafür, wie sich das christliche Leben in der Region über die Jahrhunderte hinweg gewandelt hat.

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