Kirche/Kloster

Neuapostolische Kirche Dortmund-Marten

Altenrathstraße 8, 44379 Dortmund-Lütgendortmund

Highlights

  • Die Neuapostolische Kirche in Dortmund-Lütgendortmund wurde 1899 gegründet und gehört zu den ältesten Gemeinden der Region.
  • 1905 entstand ein eigener Bezirk mit Hermann Dietrich Magney als Bezirksältester, der 1923 zum Apostel ernannt wurde.
  • Nach Strukturänderungen 2005 besteht heute der Bezirk Dortmund-Ost unter Leitung von Bezirksältester Stefan Pöschel.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität den Eintritt in den Kirchenraum.
  • Die historische Gemeinde Lütgendortmund gehört zu den ältesten der neuapostolischen Bewegung in Dortmund und wurde bereits 1899 gegründet.
  • Die liturgischen Geräte wie Abendmahlskelch und schwarzer Altar werden traditionell bei Gottesdiensten verwendet und stammen aus der Gründungszeit der Kirche.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Neuapostolische Kirche Dortmund-Marten: Sakrale Kultur in Lütgendortmund

Die Neuapostolische Kirche Dortmund-Marten in Dortmund-Lütgendortmund ist ein historisch bedeutender Sakralort der neuapostolischen Bewegung, die seit ihrer Gründung im Jahr 1863 eine prägende Rolle in der Region spielt. Die Gemeinde in Lütgendortmund zählt zu den ältesten der Stadt und entstand bereits im Jahr 1899 – nur drei Jahre nach den ersten Dortmunder Gemeinden an der Wißstraße und in Barop. Die liturgischen Geräte wie Abendmahlskelch, Bibel und Gesangbuch wurden damals vom Bezirksältesten Heinrich Bornemann aus Iserlohn persönlich überbracht und weihten den Ort als Versammlungsstätte ein. Diese frühe Phase markiert den Beginn einer dynamischen Entwicklung, die die neuapostolische Präsenz im Ruhrgebiet nachhaltig prägte.

Die Geschichte der Kirche in Dortmund ist eng mit der Expansion der Bewegung verbunden. Bereits vor der Jahrhundertwende entstanden weitere Gemeinden in Hörde, Holzwickede und Lütgendortmund, was auf ein rasantes Wachstum hinweist. 1905 wurde schließlich ein eigener Apostelbezirk für den Dortmunder Raum gegründet, dessen Leitung zunächst Hermann Dietrich Magney übernahm. Dieser Bezirk umfasste nicht nur Dortmund, sondern auch Gemeinden in Westfalen, darunter auch die in Lütgendortmund. Die Gemeinde entwickelte sich zu einem Zentrum des Glaubenslebens, das durch regelmäßige Gottesdienste, Seelsorge und gemeindliche Aktivitäten geprägt war – ein Erbe, das bis heute lebendig bleibt.

Im 20. Jahrhundert durchlief die Gemeinde wie der gesamte Bezirk Dortmund tiefgreifende Veränderungen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Leitung mehrfach neu besetzt, etwa durch Bezirksälteste wie Friedrich Blume oder Arthur Kraft, die die Gemeinde durch Krisen und Wachstumsphasen begleiteten. Besonders prägend war die Zeit unter Bischof Franz Moohs, der von 1960 bis 1968 die Gemeinde leitete und das Engagement durch ein Team aus sieben Bezirksevangelisten stärkte. Diese Phase markierte einen Höhepunkt der organisatorischen und spirituellen Arbeit, die bis in die Gegenwart nachwirkt.

Trotz struktureller Anpassungen – wie der Neuordnung der Bezirksbezirke in den 2000er Jahren – bleibt die Gemeinde ein wichtiger Ort der Begegnung und des Glaubens. Mit einer hohen Bewertung von 4,9 von 5 Sternen spiegeln die Besucher:innen die Wertschätzung für die offene Atmosphäre, die spirituelle Tiefe und die lebendige Gemeinschaft wider. Als Teil des Apostelbezirks Dortmund verbindet sie regionale Geschichte mit einer weltoffenen Ausrichtung, die sowohl Tradition als auch Moderne vereint.

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